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Amazon nimmt Auschwitz-Weihnachtsdekoration von der Website

Von
Reuters API
Übersetzt von
Felicia Enderes
Veröffentlicht am
today 02.12.2019
Lesedauer
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Amazon hat Produkte, die mit Bildern des ehemaligen Konzentrationslagers Auschwitz in Polen versehen sind – einschließlich Weihnachtsdekorationen – nach einer Beschwerde der Organisation, die den Ort als Gedenkstätte bewahrt, vom Verkauf zurückgezogen.


Ein Tweet des offiziellen Twitter-Accounts des Gedächtnismuseums Auschwitz, der den Verkauf der Ornamente verurteilt


Das Museum Auschwitz machte am Sonntag auf die Produkte über seinen Twitter-Account aufmerksam, nannte sie "verstörend und respektlos" und bat Amazon, sie zu entfernen. Am Montag teilte Amazon mit, dass es dieser Aufforderung nachgegangen sei.

"Alle Verkäufer müssen unsere Verkaufsrichtlinien befolgen und diejenigen, die dies nicht tun, werden Maßnahmen unterliegen, einschließlich einer möglichen Löschung ihres Kontos", sagte ein Sprecher von Amazon.

Die Richtlinien von Amazon für Verkäufer beinhalten die folgende Zeile: "Amazon erlaubt keine Produkte, die Hass, Gewalt, Rassen-, sexuelle oder religiöse Intoleranz fördern, anregen oder verherrlichen oder Organisationen mit solchen Ansichten unterstützen."

In den Leitlinien heißt es weiter: "Wir werden auch Einträge entfernen, die Gewalt oder Gewaltopfer grafisch darstellen."

Zwischen 1940 und 1945 wurden im Lager Auschwitz-Birkenau im deutsch besetzten Polen etwa 1,5 Millionen Menschen, vor allem Juden, von den Nazis getötet.

Das Auschwitz-Museum sagte, dass die betreffenden Produkte noch auf dem E-Commerce-Marktplatz Wish erhältlich seien und forderte deren Entfernung auch dort.

Ein Wish-Sprecher sagte: "Diese Artikel sind völlig unangemessen und sollten nicht von Verkäufern auf unserer Plattform angeboten werden. Wir entfernen sie umgehend."

Zu den Produkten gehören Keramikornamente, Computermauspads und Flaschendeckel, die mit Bildern des Lagers verziert sind, die von einem Unternehmen hergestellt werden, das eine breite Palette von Souvenirs wie Kühlschrankmagnete und Tassen mit Bildern von Touristenzielen herstellt.

Reuters konnte den Hersteller der Dekorationen bisher nicht erreichen.

"Wir betrachten dies eher als einen Einzelfall", sagte Pawel Sawicki, Pressesprecher der Gedenkstätte Auschwitz, Reuters per E-Mail. "Was ein Problem zu sein scheint, ist, dass immer mehr Hersteller eine Image-Grabbing-Software verwenden und Hunderte von Bildern auf ihren Produkten platzieren, in der Hoffnung, Kunden zu finden."

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