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30.10.2008
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AUSBLICK: Umsatzwachstum bei HUGO BOSS flacht ab - EBIT auf Vorjahresniveau

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DPA
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30.10.2008

METZINGEN (dpa-AFX) - Der vom Finanzinvestor Permira kontrollierte Modekonzern HUGO BOSS hat aus Sicht von Analysten im dritten Quartal seinen Umsatz nur leicht steigern und sein operatives Ergebnis geradeso stabil halten können.


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Vor Zinsen und Steuern sollte das Ergebnis (EBIT) bei 124 Millionen Euro in etwa auf dem Vorjahresniveau ausfallen, erwarten die acht von dpa-AFX befragten Analysten. Die Spanne der Schätzungen reicht dabei von 99,6 bis 132,7 Millionen Euro.

Beim Umsatz sehen die Experten im Schnitt 543 Millionen Euro voraus nach 534 Millionen Euro im Jahr zuvor. Der Überschuss wird mit 86 Millionen Euro leicht unter dem Vorjahreswert von 89 Millionen Euro erwartet. HUGO BOSS will am heutigen Donnerstag (30. Oktober) die Geschäftszahlen für das dritte Quartal vorlegen, das im zyklischen Modegeschäft zu den wichtigsten zählt.

Für das Gesamtjahr hat der Konzern bislang ein währungsbereinigtes Umsatzplus von 6 bis 8 Prozent in Aussicht gestellt. Das EBIT soll überproportional dazu um 8 bis 10 Prozent wachsen. Nach neun Monaten liegt HUGO BOSS unterhalb dieser Prognose und im Vergleich zum ersten Halbjahr hat sich das Wachstum im zurückliegenden Quartal klar abgeschwächt. Analysten sehen darin ein Zeichen, des sich verschlechternden Konsumumfeldes. Allerdings habe der Konzern zuletzt immer bewiesen, dass er seine Kosten im Griff habe, schreibt die UBS. HUGO BOSS sei in einem schwierigen Umfeld besser positioniert als viele seiner europäischen Konkurrenten.

HUGO BOSS selbst hatte im Sommer noch betont, dass das Verhalten von Luxusgüterkonsumenten weit weniger preissensibel und konjunkturabhängig sei. Auch in der Vergangenheit habe das Luxusgütersegment weniger stark auf die konjunkturellen Schwächen reagiert als andere zyklische Konsumgüter.

Das im MDAX notierte Unternehmen ist zu mehr als 90 Prozent in der Hand der Beteiligungsgesellschaft Permira. Nach Differenzen mit dem neuen Eigner hatten gleich mehrere hochrangige Manager ihren Hut genommen. Ex-Vorstandschef Bruno Sälzer und der frühere Produktionsvorstand Werner Lackas arbeiten inzwischen für den Konkurrenten Escada in München. Seit August leitet der frühere Dior-Manager Claus-Dietrich Lahrs die Geschäfte in Metzingen.

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