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Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
15.07.2022
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3 Minuten
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Burberry: Auf und ab im ersten Halbjahr

Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
15.07.2022

Burberry veröffentlichte am Freitag die Ergebnisse für das erste Quartal des Geschäftsjahrs mit guten und schlechten Nachrichten. CEO Jonathan Akeroyd erklärte sich “sehr erfreut, dass unser Ansatz mit regionalem Fokus in EMEIA Anreiz für die Erholung schafft. Die Kunden gaben zudem mehr aus als vor der Pandemie”.


Der Fußballer Son Heung-min ist der jüngste Burberry-Markenbotschafter - Burberry


Doch die Ergebnisse seien “weiterhin durch Lockdowns in Festlandchina beeinträchtigt”, nicht zuletzt, da es sich für Burberry um einen Schlüsselmarkt handelt.

Doch immerhin liefern die "Fokuskategorien" – Lederwaren und Oberbekleidung - "außerhalb von Festlandchina weiterhin gute Ergebnisse und unser Brand Activations-Programm steigerte das Kundenengagement”.

Zudem erklärte Akeroyd, dass "die aktuelle makroökonomische Lage kurzfristig für Unsicherheit sorgt, doch sind wir zuversichtlich, dass wir uns auf unsere Wachstumsplattform stützen können".

Ein genauerer Blick auf die Zahlen ergibt, dass die Retail-Umsätze im ersten Quartal um 5 Prozent auf GBP 505 Millionen (EUR 593 Mio.) anstiegen, doch währungsbereinigt blieben sie unverändert. Der vergleichbare Umsatz stieg um nur 1 Prozent, doch unter Ausklammerung von Festlandchina ergab sich ein Plus von 16 Prozent. Der flächenbereinigte Umsatz in der Region EMEIA legte vor dem Hintergrund einer Erholung nach der Pandemie um ganze 47 Prozent zu.

In den Sparten Lederwaren und Oberbekleidung erzielte Burberry außerhalb von Festlandchina ein vergleichbares Umsatzwachstum "im zweistelligen Bereich". Besonders die Handtaschen-Linie Lola "entwickelte sich durch die neuen Formen gut”. Zudem ergab sich "bei Regenbekleidung und Jacken eine gute Entwicklung".

Unter den positiven Aspekten im Raum EMEIA erwähnte das Unternehmen auch "einen Anstieg der Kundenausgaben in ihren Heimmärkten auf Werte, die über dem vorpandemischen Niveau liegen”. Der regionale Ansatz “und die zunehmenden Touristenausgaben aus Amerika haben dazu beigetragen, die niederen Umsätze mit asiatischen und insbesondere chinesischen Touristen weitgehend auszugleichen”.

In Festlandchina sank der Umsatz aufgrund der Corona-Einschränkungen um 35 Prozent, in der Region Asien/Pazifik insgesamt um 16 Prozent. Zu Beginn des Quartals waren rund 40 Prozent des Vertriebs in Festlandchina durch verschiedene Lockdowns betroffen, einschließlich der digitale Hub von Burberry. Die Störungen hielten in den ersten zwei Monaten an, doch bis zum Ende des Quartals waren alle Stores wieder geöffnet. Zumindest konnten die Rückgänge in China teilweise durch starke Ergebnisse in den sich erholenden Märkten Japan und SAP ausgeglichen werden.

In der Region Amerika ergab sich "gemessen an einer sehr anspruchsvollen Vergleichsbasis" ein Rückgang um 4 Prozent. Doch “zeigte sich ein starkes Wachstum in der Oberbekleidung, und auch Taschen schnitten überdurchschnittlich gut ab".

Insgesamt wurden die Marketingbemühungen mit besseren Umsätzen belohnt, so bei der Erweiterung der Lola-Linie. Die hohen Engagement-Levels in den sozialen Medien führten zu einem höheren Webverkehr, wobei das Unternehmen seinen globalen Kundenstamm um fast eine halbe Million neue Kundenprofile erweitern konnte.

Das Unternehmen organisierte weiter verschiedene Pop-up-Stores und virtuelle Programme sowie spezifische Pride-Aktionen. Darüber hinaus feierte Burberry sein Platin-Jubiläum in Großbritannien. Und arbeitete weiter an der "Intensivierung des Kundenerlebnisses in den Stores”.

Sechs neue Standorte wurden im Berichtsquartal dem neuen Designkonzept angepasst, darunter zwei Stores in Japan, einer in Hongkong, China und drei in EMEIA. Somit ist das Unternehmen auf gutem Wege, im Geschäftsjahr 2023 sein Ziel von 65 neu gestalteten Verkaufsstellen zu erreichen, nachdem im vergangenen Jahr bereits 47 Stores modernisiert wurden.

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