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Charles Vögele macht weiter Miese

Von
Fabeau
Veröffentlicht am
today 23.08.2011
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Die Charles Vögele Gruppe leidet mächtig unter dem schwachen Euro. Im ersten Halbjahr 2011 reduzierte sich der Bruttoumsatz um 9% bzw. 64 Mio. Schweizer Franken (CHF) auf 629 Mio. CHF (555 Mio. Euro). Da das Unternehmen rund zwei Drittel seines Umsatzes in der Euro-Region erzielt, entfallen allein 86% des Umsatzrückganges auf den Wertverfall des Euros. Flächen- und währungsbereinigt konnte der Umsatz auf dem Vorjahresniveau gehalten, in Deutschland sogar gesteigert werden, heißt es aus Pfäffikon, lediglich in der Schweiz und der BeNeLux-Region gaben die Umsätze leicht nach.

Tiefroter Verlust

Der schwache Euro verursachte zusätzlich einer Berichtigung der Goodwill-Positionen für die Länder Deutschland und Österreich in Höhe von 36 Mio. CHF, was sich mit negativ auf das Ergebnis auswirkte. Der Konzernverlust belief sich nach -7 Mio. CHF im Vorjahr auf -62 Mio. CHF (-55 Mio. Euro). Davon werden allein -19 Mio. CHF dem Wertverfall des Euros zugerechnet. Negativ wirkten sich überdies gestiegenen Rohstoffpreise und Arbeitskosten aus, auch wenn eingeleitete Reorganisationsmaßnahmen zunehmend Wirkung zeigten und der Betriebsaufwand auf einem tiefen Niveau gehalten werden konnte.
„Mit der Geschäftsentwicklung von Charles Vögele in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2011 sind wir natürlich nicht zufrieden“, gestand André Maeder, CEO Charles Vögele, kurz und bündig ein. „Die Währungssituation hat die Geschäftsentwicklung von Charles Vögele massiv beeinträchtigt. Die eingeleitete Modernisierungsstrategie entwickelt sukzessive ihre Wirkung, jedoch langsamer als erwartet“, ergänzt er. Dennoch soll die Strategie, die sich konsequent an den Kernkompetenzen Kollektionsentwicklung, Beschaffung und Kundenservice ausrichtet, weiter konsequent umgesetzt werden, allerdings mit mehr Zeit als geplant. Dazu gehörte u.a. die Verdoppelung der Kollektionen von vier auf acht pro Jahr, ein erweitertes Produktportfolio mit Schuhen, Accessoires und Lingerie, die Eröffnung des Onlineshops zu Beginn des Jahres, die Zentralisierung der Logistik sowie zugkräftige Testimonials wie Penélope und Mónica Cruz und Til Schweiger.

Keine schwarzen Zahlen in 2011

Auch wenn Maeder in 2011 in die schwarzen Zahlen zurückkehren wollte, ist vor dem Hintergrund des momentanen Währungs- und Marktumfeldes für das Gesamtgeschäftsjahr kein ausgeglichenes Ergebnis mehr zu erwarten.

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Tags :
Schuhe
Business