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Übersetzt von
Felicia Enderes
Veröffentlicht am
24.03.2022
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3 Minuten
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Der LVMH-Preis gibt seine acht Finalisten bekannt

Übersetzt von
Felicia Enderes
Veröffentlicht am
24.03.2022

Drei Herren-, drei Damen-, ein Unisex- und ein gemischtes Label, sieben Nationalitäten, vier Kontinente... Das Finale des LVMH-Preises verspricht mit einer Auswahl von acht Marken und neun Designern – von denen keiner in Paris ansässig ist – sehr vielfältig zu werden. Die glücklichen Finalisten wurden zwischen dem 4. und 9. März aus 19 Halbfinalisten ausgewählt; auf der digitalen Plattform des Wettbewerbs nahmen über 62 000 Menschen an der Abstimmung teil und wählten ihren Lieblingskandidaten.

Die Finalisten der 9. Ausgabe des Wettbewerbs - LVMH

 
"Dieses Halbfinale hat uns einen Einblick in die Arbeit der ausgewählten Designer gegeben. Ich möchte ihr Talent und ihren Enthusiasmus loben und ihnen allen gratulieren. Ich habe unsere Momente des Austauschs besonders geschätzt und war von ihrem Erfindungsreichtum, ihrer Art, Savoir-faire und Handwerk in Szene zu setzen, sowie von ihren Überlegungen zu Umweltfragen begeistert", kommentiert Delphine Arnault, die den Preis für Nachwuchsdesigner seit dessen Einführung im Jahr 2014 betreut.
 
"In diesem Jahr kommen die Designer, die es in die Endrunde des Prix LVMH schaffen, aus Kanada, Südkorea, den USA, Irland, Japan, Nigeria und dem Vereinigten Königreich. Die gesamte Jury und ich freuen uns sehr, sie beim Finale in der Fondation Louis Vuitton begrüßen zu dürfen", so Delphine Arnault weiter, ohne das Datum des Finales zu verraten.

Der Löwenanteil entfällt auf Europa, insbesondere auf das Vereinigte Königreich, mit der Marke Knwls, die 2017 von der Engländerin Charlotte Knowles zusammen mit dem Kanadier Alexandre Arsenault gegründet wurde. Mit ihren sexy und sehr femininen Silhouetten konnte die Designerin, die der Marke ursprünglich ihren eigenen Namen gab und sie vor kurzem unter Beibehaltung der Konsonanten umbenannte, bereits einige Prominenten für sich gewinnen. Der in Liverpool geborene Steven Stokey Daley gründete sein Label S.S. Daley im Jahr 2020 und gilt als einer der aufstrebenden Stars der Londoner Modeszene. Er hat sich auf kostbare und fantasievolle Herrenmode spezialisiert, bei der Vergangenheit und Zukunft aufeinandertreffen.
 
Die Irin Róisín Pierce aus Dublin, die am National College of Art and Design studierte, gründete 2019 ihr Label, das sich auf englische Stickereien und traditionelle Wäschetechniken aus dem 19. Jahrhundert konzentriert, die sie in ihren komplett weißen Kollektionen neu interpretiert. Pierce hat sich bereits bei einem anderen Wettbewerb hervorgetan, dem 34. Festival de Hyères im Jahr 2019, wo sie den allerersten von Chanel geförderten Métiers d'art-Preis und den Publikumspreis der Stadt Hyères gewann.
 
Der Anglo-Nigerianer Ineyie Tokyo James gründete sein Modehaus Tokyo James 2015 in Lagos und pendelte zwischen Afrika und London, wo er bis letztes Jahr auftrat, bevor er dieses Jahr auf die Laufstege der Mailänder Modewoche wechselte. In seinen Kreationen verschmilzt die Tradition der Savile Row-Schneider mit afrikanischer Handwerkskunst.

Ein weiterer Anglo-Nigerianer unter den Finalisten des LVMH-Preises ist Idris Balogun, der in Nigeria geboren und in Großbritannien aufgewachsen ist, seine Marke Winnie New York jedoch in den USA etabliert hat, wo er studiert und unter anderem für Tom Ford gearbeitet hat. Auch er interpretiert klassische Menswear neu und lässt sich dabei von den Techniken beeinflussen, die er sich in der Savile Row angeeignet hat.
 
Der andere amerikanische Finalist ist Erl, das kalifornische Label des Allroundtalents Eli Russell Linnetz. Der Fotograf, Designer und Art Director hat u. a. mit Kanye West und Lady Gaga zusammengearbeitet und wurde von Rei Kawakubo und Adrian Joffe vom Multimarken-Einzelhändler Dover Street Market entdeckt.
 
Die Südkoreanerin Ashlynn Park schließlich vertritt Asien, obwohl sie mit ihrer Marke Ashlyn in New York ansässig ist. Sie ist besonders vom japanischen Design beeinflusst (sie hat für Yohji Yamamoto gearbeitet) und bearbeitet Formen auf strenge und fantasievolle Weise. Der aus Hiroshima stammende Japaner Ryunosuke Okazaki zeichnet sich durch avantgardistische skulpturale Kreationen aus. Seine Marke RyunosukeOkazaki steht für futuristisches Design mit kühnen geometrischen Volumen.
 

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