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Die Kaufhauskette Hudson's Bay hat in den Niederlanden zu kämpfen

Veröffentlicht am
today 13.12.2018
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Die niederländischen Filialen der Warenhauskette Hudson's Bay, die seit September zur österreichischen Signa Retail Holding gehören, stecken in Schwierigkeiten.

Hudson's Bay Store in Amsterdam - Hudson's Bay


Laut der Tageszeitung "De Telegraaf" werden die 13 niederländischen Niederlassungen zum Ende des Geschäftsjahres 2018 einen Verlust von mehr als 80 Millionen Euro ausweisen, was möglicherweise zu einer Reihe von Entlassungen führen wird, berichtete das Blatt auf der Grundlage interner Dokumente.

Hudson's Bay betrat den niederländischen Markt erstmals im September 2017 mit der Eröffnung einer Niederlassung in Amsterdam – der ersten außerhalb Kanadas. Weitere Niederlassungen folgten im ganzen Land sowie die Einführung des Saks Off Fifth-Konzeptes.

Während der Einzelhändler jedoch zunächst die Eröffnung von 20 Warenhäusern in den Niederlanden plante, wurden diese Pläne nach nur fünf Monaten nach dem Markteinstieg auf 15 reduziert.

Innerhalb dieser fünf Monate erhielt Hudson's Bay schnell Kritik von niederländischen Kunden. Sie argumentierten, dass die Läden zu teuer seien und verglichen sie oft mit der inzwischen bankrotten niederländischen Warenhauskette V&D, die in einer niedrigeren Preisklasse bewegte. Als Reaktion auf die Kritik wurden 25 günstigere Marken in das Ladenangebot aufgenommen. Damals sagte die Kaufhauskette auch, dass sie mehr Rabatte und eine umfangreichere Lebensmittelabteilung anbieten werde.

Dennoch plant Hudson's Bay die Eröffnung von zwei weiteren Niederlassungen in den Niederlanden, eine in Utrecht und ein Geschäft in Amstelveen. Laut der Finanznachrichtenseite RTL Z werden diese bevorstehenden Eröffnungen nicht abgesagt, da der Einzelhändler einen langfristigen Mietvertrag über 16 Immobilien im Land abgeschlossen habe. Eine Stornierung dieser oder die Schließung aller bestehenden Filialen würde zu einem zu großen Schaden führen.

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