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Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
08.10.2020
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Diesel: Glenn Martens ist neuer Creative Director

Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
08.10.2020

Diesel hat einen Nachfolger für Nicolas Formichetti gefunden. Drei Jahre nach dem Rücktritt des extravaganten italienischen Stylisten gönnt sich die Vorzeigemarke der italienischen OTB-Gruppe von Renzo Rosso den ideenreichsten und experimentierfreudigsten Designer der zeitgenössischen Modeszene: Glenn Martens. Der belgische Designer hat seine Funktion bereits angetreten und überblickt "den Stil, die Kommunikation, die Innengestaltung und ganz allgemein die globale Kreativität der Marke".


Glenn Martens - ph Arnaud Lajeunie


Für Glenn Martens ist Diesel kein unbeschriebenes Blatt. Er begegnete Renzo Rosso erstmals 2017 im Rahmen des Modepreises Andam, den er damals auch gewann. 2020 gelang es ihm erneut, eine der beliebten Auszeichnungen zu ergattern. 2018 wurde Glenn Martens vom italienischen CEO mit der Gestaltung einer Kollektion für das Projekt Diesel Red Tag beauftragt. Für Diesel war diese Zusammenarbeit der Beginn eines neuen kreativen Ansatzes nach dem Rücktritt von Nicolas Formichetti. Das Label fokussierte fortan auf Collaborations mit Nachwuchstalenten.

"Seit ich Glenn 2017 kennengelernt habe, konnte ich sehen, wie er neue Erfahrungen sammelte und sein Talent immer deutlicher zur Geltung brachte. Die Zusammenarbeit mit ihm für Diesel Red Tag, das gemeinsame Durchforsten der Archive und des Erbes dieses Unternehmens und ihn in Interaktion mit der Marke zu sehen, hat uns zusammengebracht und ich freue mich, dass er nun die kreative Führung von Diesel übernimmt und die ikonoklastischen Werte dieser ganz besonderen Marke mit seiner kreativen Vision vereint", erklärte Renzo Rosso.

Der Designer absolvierte zunächst eine Ausbildung als Innenarchitekt in Brügge und wechselte dann zur Königlichen Akademie für Schöne Künste Antwerpen. Der 37-Jährige machte sich mit seiner Kreativität einen Namen in der internationalen Modeszene. Er erfand eine neue männliche und weichliche Garderobe und befasste sich mit Themen wie Architektur, Konstruktion, Modulierbarkeit, Umkehrbarkeit und Vielfältigkeit. Seine multifunktionalen Kleider eröffnen zahlreiche Interpretationsmöglichkeiten.

Der flämische Designer, der bereits für Jean Paul Gaultier gearbeitet hat, übernahm Y/Project im Jahr 2013 nach dem Tod des Markengründers Yohan Serfaty. Er baute das Angebot des Labels aus und hauchte ihm eine neue Dynamik ein. Unablässig hinterfragt er die Art und Weise, wie wir uns heute kleiden.

Dieses ständige Anliegen und sein Know-how dürften Diesel eine neue kreative Dynamik bescheren. Ziel der OTB-Gruppe ist es, die Marke zur Avant-Garde der Jeansbranche zu befördern. Im vergangenen Jahr war OTB mit einem Umsatzwachstum um 2,6 Prozent auf EUR 870 Millionen wieder auf Wachstumskurs. Dies nicht zuletzt durch die Eröffnung von 45 Monobrand-Stores und einem starken Anstieg im Onlinehandel.

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