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Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
29.07.2021
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Dr Martens prescht weiter vor und wächst besonders in Amerika

Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
29.07.2021

Dr Martens knüpft auch im letzten Quartal an seine starken Leistungen an: Am Donnerstag meldete die Schuhmarke für das am 30. Juni beendete Quartal einen Anstieg des Konzernumsatzes um 52 Prozent.


Dr Martens


Auch von Bedeutung ist der Verweis des Unternehmens auf die "Erreichung eines anhaltenden Wachstums im Onlinehandel nach einer dreistelligen Wachstumsrate im vergangenen Jahr. Und die Wiederöffnung unserer eigenen Läden führte im Berichtszeitraum zu einer starken Erholung im Einzelhandel".

Weiter habe der Konzern im betreffenden Quartal eine Rückkehr zu einer "Normalisierung" der Lieferungen im Großhandel festgestellt.

Das erste Quartal ist erfahrungsgemäß das kleinste für das Unternehmen (Ende Frühling/Sommer), die längere Herbst-/Wintersaison beginnt mit dem zweiten Quartal. Die bisher erzielten Ergebnisse stimmen "uns für den Rest des Jahres zuversichtlich ", sagte CEO Kenny Wilson.

Für die Berichtsperiode ergab sich im ersten Quartal ein Umsatz von GBP 147,3 Millionen (EUR 173,1 Mio.), das sind 52 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum 2020. Auf einer konstanten Währungsgrundlage hätte sich der Betrag um 64 Prozent verbessert.

Und da der Vergleich mit dem zugegebenermaßen schwierigen Geschäftsjahr 2020 in den Zahlen zwangsläufig sehr schmeichelhaft ausfällt, schafft ein Blick auf 2019 Klarheit: Mit einem Anstieg um 31 Prozent auf berichteter Basis und 40 Prozent bei konstanten Wechselkursen handelt es sich um eine beeindruckende Entwicklung.

Die "deutlich veränderte Lage" der Läden im Berichtszeitraum schlug sich im Jahresvergleich mit einem mehr als dreimal höheren Einzelhandelsumsatz nieder. Und die Ergebnisse der Läden verbesserte sich im betreffenden Quartal fortlaufend, "besonders in den USA und in der englischen Provinz".

Doch während der Zweijahresvergleich für das Unternehmen insgesamt wie erwartet gut ausfiel, ergab sich im Einzelhandel ein Rückgang um 6 Prozent. Durch die positive Entwicklung im Juni endete das Quartal dennoch auf einer positiven Note.

Im Onlinehandel erzielte Dr Martens im Jahresvergleich einen Anstieg um 11 Prozent und auf Basis konstanter Währungen um 19 Prozent, wobei der Vergleichswert von 2020 bereits sehr hoch war (der Onlinehandel hatte aufgrund der massiven Ladenschließungen im vergangenen Jahr im dreistelligen Bereich zugelegt). Im Vergleich zur Situation vor zwei Jahren erwirtschaftete das Unternehmen ein Plus von 155 Prozent auf berichteter Basis und 166 Prozent bei konstanten Wechselkursen.

Der Großhandel entwickelte sich im abgeschlossenen Quartal "sehr stark … da die Kunden die Lieferungen gegen das erste Quartal wieder normalisierten". Daraus ergab sich ein Anstieg im Großhandel um 50 Prozent im Jahresvergleich bzw. um 64 Prozent bei konstanten Wechselkursen. Besonders erfreulich fiel die Entwicklung in der Region Amerika aus.

Doch Vergleiche waren angesichts der katastrophalen Großhandelssituation im vergangenen Jahr nicht besonders schmerzhaft. 2020 wurden viele Bestellungen im zweiten Quartal aufgeschoben. Im Zweijahresvergleich ergab sich ein Anstieg um 23 Prozent auf berichteter Basis und um 30 Prozent bei konstanten Wechselkursen.



Dr Martens



Das Unternehmen erzielte über alle drei Regionen hinweg ein gutes Wachstum, doch besonders deutlich war dies in der Region Amerika zu sehen. Hier erreichte Dr Martens ein dreistelliges Umsatzwachstum. Dies entspricht der Erfahrung anderer Modeakteure, die im amerikanischen Markt von einer besonders guten Entwicklung berichteten. So meldete der Mutterkonzern von Sandro und Maje, SMCP, diese Woche ebenfalls ein dreistelliges Umsatzwachstum in dieser Region. Mit einem Anstieg um 106 Prozent im ersten Quartal auf berichteter Basis bzw. um 132 Prozent bei konstanten Wechselkursen bildete die Region den wachstumsstärksten Markt der Marke.

Gestützt wurde dieses Wachstum natürlich auch durch die Tatsache, dass in den USA im ersten Quartal des Geschäftsjahres alle Läden offen waren, während sie in Großbritannien nur ab Mitte April und in Kontinentaleuropa zwischen Mai und Juni wiedereröffnet werden konnten.

In der Region EMEA stieg der Umsatz im ersten Quartal 'nur' um 30 Prozent (bzw. 36 Prozent bei konstanten Wechselkursen). Während die Läden schrittweise wieder geöffnet wurden, blieb der Onlineumsatz stabil und im Großhandel war die Geschäftstätigkeit 'gut'.

Im Raum Asien/Pazifik verbesserte sich der Umsatz um 17 Prozent (bzw. 30 Prozent bei konstanten Wechselkursen). Über alle Kanäle hinweg ergab sich ein gutes Wachstum.

Zurzeit bleibt Japan der "am stärksten beeinträchtigte" Markt, nicht zuletzt aufgrund von wechselnden Beschränkungen der Besucheranzahl in den Läden und einigen anhaltenden Ladenschließungen. Doch hat sich die Lage im Vergleich zum Vorjahr, als eine große Mehrheit der Läden geschlossen oder anderweitig in ihrer Tätigkeit eingeschränkt waren, dennoch verbessert.

Mit Blick auf das zweite Quartal sind die Ergebnisse bisher wie bereits erwähnt ermutigend, doch ist der Vergleich mit den aufgeschobenen Bestellungen aus dem Vorjahr schwieriger. Das Unternehmen rechnet mit einigen anhaltenden Störungen. "Wie viele andere in unserer Branche gehen wir aufgrund von Covid-19 von Verspätungen beim Eintreffen der Lieferungen und anderen betrieblichen Herausforderungen aus". Dennoch bleibt Dr Martens zuversichtlich, die Prognosen für das Geschäftsjahr 2022 mittelfristig erreichen zu können.

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