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Fabeau
Veröffentlicht am
13.08.2015
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Düsseldorfs Kö bleibt Deutschlands feinste Luxusmeile

Von
Fabeau
Veröffentlicht am
13.08.2015



In der Mitte fließt der Fluss: Bislang trennte der Stadtgraben die gute von der weniger guten Kö-Seite, aber die Differenzen lösen sich auf
Die Kö, deutscher Inbegriff für luxuriöses Shoppingvergnügen, wird weiter besetzt von internationalen Luxusmarken. Angesichts des einbrechenden Russland-Geschäfts, den unsicheren Perspektiven in China und der Unwägbarkeiten der Euro-Zone setzen große Modehäuser und Juweliere auf Deutschlands überdurchschnittliche Wirtschaftskraft und Sinn für Qualität und Handwerkskunst. Neben der einkommensstarken Kundschaft aus der Rhein-Region kaufen auch viele Touristen aus dem Fernen und Mittleren Osten ihre Luxus-Mitbringsel in der nordrheinwestfälischen Landeshauptstadt. Grund genug für viele Marken eine Repräsentanz auf der Kö zu sichern oder gar auszubauen.


Iris von Arnim ist seit diesem Sommer mit einem Store auf der Kö beheimatet


Chanel will seinen zurückgesetzten Standort zeitnah aufgeben
So wie das Couture-Haus Dior, das den ehemaligen Eickhoff-Standort (Kö 30) gewonnen und für seine Zwecke ein Jahr lang für etliche Millionen in ein Damen- und ein Herrenhaus mit gemeinsamen Kassenbereich umgebaut hat. Mit 1.100 Quadratmeter ist die Kö-Filiale mit der glitzernden Glasfront die größte in Europa. Highlight des Stores sind die VIP-Salons, die wie ein Wohnzimmer mit Kamin und persönlichen Fotografien ausgestattet sind. Geleitet wird die Dior-Repräsentanz von Robin Bauer, der zuletzt bei Breuninger als Store-Manager und davor bei Tod’s auf der Kö tätig war.
Auch Iris von Arnim, eine der wenigen wirklich international erfolgreichen Designerinnen Deutschlands, ist seit Juni mit einem eigenen kleinen, aber feinem Geschäft an der Ecke Trinkausstraße/Kö präsent. Ebenso der italienische Edel-Stricker Brunello Cucinello, der als Entree in die Kö-Galerie, einen zentralen Standort auf der Einkaufsmeile gefunden hat. Auch er ist genauso wie Cashmere-Queen Iris von Arnim, mit der Stadt aufgrund der jahrelangen und erfolgreichen Messe-Tätigkeit eng verbunden. Gegenüber von Cucinelli wird ab Herbst Lagerfeld mit seinen Damen- und residieren. Hackett London wird in wenigen Monaten den renovierten Arm der Kö-Galerie
besetzen und britischen Style in die Rhein-Metropole bringen. In der östlichen Seitenstraße Königsstraße wird L’Agent Provocateur eine Lingerie-Boutique eröffnen. Darüber hinaus plant Chanel seinen zurückgesetzten Standort (hinter Dior) bis Ende des gegen eine neue Location zwischen Franzen und Gucci einzutauschen. Die ehemaligen Hermès-Räumlichkeiten in der Nummer 10 werden von dem Schweizer Uhren- und Diamantenspezialist Harry Winston in Beschlag genommen.
Trotz aller Beständigkeit bietet die Luxusmeile so doch einige Neuerungen, die einen Besuch lohnen.

Fotos: via flickr © Dirk Ehlen, Iris von Arnim

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