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13.10.2019
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Esprit holt neuen Finanzchef an Bord

Veröffentlicht am
13.10.2019

Wechsel im Vorstand von Esprit: Thomas Tang Wing Yung tritt zum 21. Oktober vom Posten des Chief Financial Officers (CFO) zurück. Tang nennt persönliche Gründe für sein Ausscheiden, die ihm eine dauerhafte Präsenz in Europa unmöglich machen würden. Die Präsenz des Finanzchefs im Kernmarkt Europa ist nach dem Strategieplan von Esprit jedoch zwingend notwendig. 

Esprit


Meinungsverschiedenheiten mit dem Vorstand habe es zu keiner Zeit gegeben, lässt Tang in einer Pressemitteilung des an der Hongkonger Börse notierten Modeunternehmens wissen.  

An seine Stelle rückt Dr. Johannes Georg Schmidt-Schultes. Der 53-Jährige kommt vom Londoner Baustoffhersteller BMI Group, wo er zuletzt ebenfalls den CFO-Posten inne hatte.

Schmidt-Schultes bringt Erfahrungen aus diversen Branchen mit: Vor BMI war der an der Münchener Maximilians-Universitäte promovierte Finanzfachmann bei der Apleona Group (im Bereich Immobilien) und beim österreichischen Reifenhersteller Semperit AG. Von 2007 bis 2011 war Schmidt-Schultes stellvertretender Finanzchef des australischen Telekommunikationsunternehmens Telstra. Weitere Stationen waren T-Mobile in Großbritannien und Österreich. 

Esprit will Schmidt-Schultes künftig ein Gehalt von von 600.000 Euro mit einem zusätzlichen erfolgsabhängigen Bonus von bis zu 300.000 Euro zahlen. Außerdem erhält der Finanzchef zwei Millionen Aktienoptionen.

Esprit hat seit mehreren Jahren mit sinkenden Umsätzen zu kämpfen. Im vergangenen Geschäftsjahr (Stichtag: 30. Juni) waren die Ergebnisse jedoch besser als erwartet. Der Fehlbetrag betrug HKD 2,14 Milliarden (EUR 248 Mio.), was zwar 16 Prozent weniger ist als im vergangenen Jahr, aber dennoch schwer wiegt.

Obwohl der Umsatz mit HKD 12,9 Milliarden (EUR 1,49 Mrd.) (ein Jahr zuvor: HKD 15,4 Milliarden) über den Erwartungen der Analysten lag, gab er noch keinen Grund zum Feiern.

Die entscheidende Frage dürfte aktuell sein, in welchem Ausmaß die Proteste in Hongkong sich weiter auf den Umsatz- und Gewinnrückgang auswirken. Jedoch erwirtschaftet Esprit nur 9,5 Prozent des Gesamtumsatzes in Asien. Etwas über die Hälfte des Umsatzes entfällt auf den deutschen Markt. Hier ergab sich "nur" ein Rückgang um 12,8 Prozent, angesichts der um 14,8 Prozent niederigerem Anteil an Verkaufsfläche kein allzu schlechtes Ergebnis darstellt.

In den anderen europäischen Ländern ergab sich ein ähnliches Bild: Der Einzelhandelsumsatz sank um 7,6 Prozent, die Verkaufsfläche um 8,8 Prozent. 

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