×
Von
Fabeau
Veröffentlicht am
21.11.2012
Lesedauer
2 Minuten
Teilen
Herunterladen
Artikel herunterladen
Drucken
Drucken
Textgröße
aA+ aA-

Greenpeace-Test: Umweltgifte in Textilien nachgewiesen

Von
Fabeau
Veröffentlicht am
21.11.2012



Giftiges Vergnügen: In vielen Kleidungsstücken befinden sich Substanzen, die Krebs erregen oder unfruchtbar machen
Greenpeace führte jetzt unter der Überschrift Giftige Garne einen großen Test zu Umweltgiften in Textilien durch. Tests in unabhängigen Laboren zeigten, dass alle führenden Modemarken krebserregende oder hormonell wirksame Chemikalien bei der Produktion von Textilien einsetzen. Zu den getesteten Kleidungsstücken gehörten Jeans, Hosen, Kleider, T-Shirts und Unterwäsche von Fast Fashion Filialisten wie H&M, Mango, C&A, Only, Vero Moda, Esprit, Gap, Benetton oder Zara sowie Premium-Marken wie Armani, Calvin Klein, Diesel, Levi's, Tommy Hilfiger und Victoria's Secret.
In hohen Konzentrationen wurden beispielsweise fortpflanzungsschädigende Weichmacher (Phthalate) in bedruckten T-Shirts von Tommy Hilfiger und Armani gefunden. Produkte von Zara enthielten neben hormonell wirksamen auch krebserregende Chemikalien. So fanden sich hohe NPE-Rückstände in einer Kinderjacke aus China. Eine Zara-Jeans aus Pakistan wies karzinogene Amine aus Azofarbstoffen auf.
Auch wenn Firmen in Fernost produzieren lassen und dort giftige Abfälle produzieren, bleiben die Giftstoffe nicht an der Grenze nach Europa oder Nordamerika zurück. Auch wenn Textilien in China, Mexiko oder Pakistan produziert werden, sind die eingesetzten Schadstoffe in unserem Blut nachweisbar, sagt Christiane Huxdorff, Chemie-Expertin von Greenpeace.

Modefirmen versprechen Besserung

Einige Marktführer haben bereits eine zeitnahe giftfreie Produktion angekündigt. Dazu zählen Puma, Adidas, Nike, Li Ning sowie die Modemarken H&M, C&A sowie Marks & Spencer. Beim dänischen Bestseller-Konzern, zu dem auch Only, Jack & Jones und Vero Moda gehören, gibt es bereits Richtlinien, die die giftige Stoffe wie NPE bei der Produktion verbieten. "Es tut uns leid, dass es Fälle gab, in denen NPE in unseren Kleidungsstücken nachgewiesen wurde. Dies ist gegen unsere internen Richtlinien. Ich möchte jedoch betonen, dass unter 14 getesteten Bestseller-Textilien nur drei Kleidungsstücke dabei waren, bei denen eine NPE-Konzentration ermitelt wurde. In acht der Tests waren die Konzentrationen so gering, dass diese nur als Verunreinigungen charakterisiert werden können, die kein echtes Problem darstellen. Trotzdem sind drei positive Tests drei zuviel, und dies wird selbstverständlich Konsequenzen haben", nahm Mogens Werge, Manager for CSR and Communication, zum Vorfall Stellung.
Hier geht's zur Studie

© Fabeau All rights reserved.

Tags :
Denim
Business