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Fabeau
Veröffentlicht am
18.06.2014
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Hugo Boss – Ein Ausbeuter?

Von
Fabeau
Veröffentlicht am
18.06.2014



Teuer verkaufen, aber billig einkaufen?
Das Modeunternehmen aus Baden-Württemberg Hugo Boss soll nach einer neuesten Untersuchung des internationalen Netzwerkes Clean Clothes Campaign die Mitarbeiter seiner Zulieferer nicht ausreichend bezahlen. Neben 49 anderen führenden europäischen Bekleidungsmarken soll das Metzinger Luxuslabel in der Türkei und in Kroatien durchschnittlich monatliche Nettolöhne von 308 bis 440 Euro zahlen. Damit liegt Hugo Boss weit hinter seinen eigenen ausgehandelten Sozialstandards, in den es heißt, dass die Vergütung "für den Lebensunterhalt der Beschäftigten und ihrer Familien ausreichend sein" müsse. In der Türkei liegt das festgelegte Minimum je Familie allerdings bei 1002 Euro und die offizielle EU-Armutsuntergrenze in Kroatien bei 554 Euro. Damit liegen die Löhne weit unter dem, was die Arbeiter der Hugo-Boss-Zulieferer bräuchten.
Hugo Boss selbst äußerte sich jedoch noch nicht zu den Anschuldigungen. Nur die Anwälte ließen sie bereits „sprechen“, in dem sie den Namen Hugo Boss aus einer Pressemitteilung streichen ließen. Eine Konzernsprecherin erklärte jedoch am vergangenen Sonntag, „dass alle Zulieferer in den genannten Ländern stetig überprüft würden. Die genannten Zahlen könne sie weder bestätigen noch dementieren. Sie kündigte eine Prüfung der Vorwürfe an.“

Foto: Hugo Boss

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