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Fabeau
Veröffentlicht am
04.08.2014
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2 Minuten
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Hugo Boss wächst mit eigenen Läden

Von
Fabeau
Veröffentlicht am
04.08.2014



Hugo Boss wächst mit seinen eigenen Läden in Europa besonders stark
Für Hugo Boss läuft es momentan exzellent, denn der Konzern hat sein Wachstumstempo im zweiten Quartal deutlich steigern können. Insgesamt kletterten die Umsätze im zweiten Quartal auf währungsbereinigter Basis um 8%. Mit Wechselkurseffekten war immerhin noch ein Plus von 5%, auf 559 Mio. Euro drin. Gut lief es mit einem Wachstum von 10% auf 332 Mio. Euro vor allem in Europa. Auch in Amerika lagen die Erlöse in lokalen Währungen 7% über dem Vorjahr. Während der Wholesale-Kanal unter der Übernahme von Großhandelspartnern und Verschiebung von Auslieferungen ins dritte Quartal litt und der Umsatz (194 Mio. Euro) währungsbereinigt rund 6% unter dem Vorjahr lag, lief es im Retail-Geschäft prächtig. Der über eigene Läden, Outlets und eigene Onlineshops erzielte Umsatz lag mit 353 Mio. Euro 17% über dem Vorjahr. Flächen- und währungsbereinigt betrug das Plus 4%. Auch die Gewinnzahlen lagen über den Vorjahreswerten: Die Rohertragsmarge kletterte auf 66,7%, das bereinigte EBITDA stieg um 8% auf 110 Mio. Euro und das Konzernergebnis verbesserte sich um 18% auf 63 Mio. Euro.

Für das Halbjahr sieht es ganz ähnlich aus

In lokalen Währungen kletterten die Umsätze um 7%, während währungsbereinigt ein Plus von 4% auf 1,172 Mrd. Euro erreicht wurde. Wachstumsimpulse gab es vor allem aus UK, Amerika, Australien und Japan. Im Großhandel gingen die Erlöse um 6% zurück, der Einzelhandel mit über 1.028 Standorten hingegen wuchs um 18%. Das Halbjahresergebnis lag mit 144 Mio. Euro 7% über dem Vorjahr.
Geht es nach der Unternehmensführung soll es in der zweiten Jahreshälfte genauso weiter gehen. Hugo Boss soll bis zum Jahresende ein Wachstum im hohen einstelligen Bereich erzielen, wobei der eigene Einzelhandel zweistellig zulegen soll. Aber auch der Großhandel soll sich aufgrund der Verschiebung der Orderauslieferungen deutlich besser als im ersten Halbjahr entwickeln. Ohne Übernahmen sollen bis Ende des Jahres noch netto 50 Stores eröffnen, weitere sollen renoviert werden. Und am allerschönsten: Am Ende soll aufgrund der starken Cashflow-Entwicklung eine positive Nettofinanzposition stehen.
Angesichts so guter Zahlen ist es nicht verwunderlich, dass spekuliert wurde, dass der Finanzinvestor Permira, der noch gut 50% hält (Börsenwert: rund 3,7 Mrd. Euro), aus seinem mittlerweile siebenjährigen Investment aussteigen will. Die Nachricht drückte auf den steigenden Kurs und der Investor steuerte mit einem offiziellen Statement dagegen: Man habe derzeit keine Verkaufsabsichten (obwohl man verkaufen könnte).

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