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Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
14.09.2021
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JD Sports rappelt sich mit rekordhohem Halbjahresgewinn wieder auf

Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
14.09.2021

JD Sports Fashion berichtete am Dienstag über einen Gewinnsprung im ersten Halbjahr. Das Unternehmen profitierte nach den Lockerungen bzw. der Aufhebung der verordneten Lockdowns von der angestauten Nachfrage.


Photo: Sandra Halliday


Der Vorsteuergewinn sei bis 31. Juli von GBP 41,5 Millionen (EUR 48,7 Mio.) im Vergleichszeitraum auf GBP 364,6 Millionen (EUR  428,1 Mio.) angestiegen. Der Umsatz verbesserte sich von GBP 2,54 Milliarden (EUR 2,98 Mrd.) auf GBP 3,88 Milliarden (EUR  4,56 Mrd.) und der Bruttogewinn erhöhte sich von 45,6 Prozent auf 48,5 Prozent. Das Konzernergebnis vor Steuern und Sondermaßnahmen sei auf den Rekordwert von GBP 439,5 Millionen (EUR  516,0 Mio.) geklettert, wo ein Jahr zuvor lediglich ein Plus von GBP 61,9 Millionen (EUR  72,2 Mio.) erwirtschaftet wurde. 2019 betrug der Wert GBP 158,6 Millionen (EUR 186,2 Mio.).

Dabei seien "bedeutende Beiträge" aus den USA eingeflossen. In diesem Markt beliefen sich die kumulierten Ergebnisse vor Steuern und Sondermaßnahmen auf GBP 245 Millionen (EUR 288 Mio.), im Vergleich zu GBP 73,4 Millionen (EUR 86,2 Mio.) im Vorjahr und GBP 35,7 Millionen (EUR  41,9 Mio.) im Jahr 2019. Die jüngsten Übernahmen von Shoe Palace und DTLR schlugen mit GBP 72,9 Millionen (EUR 85,6 Mio.) zu Buche.

In den Hauptmärkten Großbritannien und Irland erzielte JD gute Ergebnisse mit einer Gewinnsteigerung auf GBP 170,8 Millionen (EUR  200,5 Mio.) im Vergleich zu GBP 52 Millionen (EUR 61 Mio.) im Jahr 2020 und GBP 114,9 Millionen (EUR  134,9 Mio.) 2019. Das Unternehmen habe "den Umsatz im ersten Quartal, als die Läden vorübergehend geschlossen waren, durch digitale Kanäle verteidigen können und nach der Wiederöffnung einen starken Nachfragestau verspürt".

Doch ist das Unternehmen auch in anderen Regionen tätig. Durch die Übernahme der Marketing Investment Group in Polen ist der Konzern erstmals auch in Osteuropa präsent. Obwohl die Geschwindigkeit der Neueröffnungen durch anhaltende Bau-Einschränkungen in einigen Märkten beeinträchtigt wurde, expandierte JD Sports weiter. Im Berichtszeitraum eröffnete das Unternehmen 21 neue Läden in Westeuropa sowie 6 neue Standorte in der Region Asien/Pazifik (vier in Australien und zwei in Thailand). Weiter verfügt es über 66 Läden in den USA, die nun von der Marke JD geführt werden.

Auch das Outdoor-Geschäft sei im ersten Halbjahr in den Gewinnbereich zurückgekehrt, mit einem Gewinn vor Steuern und Sondermaßnahmen von GBP 10,8 Millionen (EUR 12,7 Mio.), nachdem im Vorjahr ein Verlust von GBP 16,8 Millionen (EUR  19,7 Mio.) erzielt worden war.

Der Vorstandsvorsitzende Peter Cowgill erklärte: "Die Gruppe zeigt eine ausgezeichnete Widerstandsfähigkeit angesichts der zahlreichen Herausforderungen durch die anhaltende Covid-19-Pandemie in vielen Ländern, weitverbreiteter Logistikschwierigkeiten im internationalen Geschäfts und anderen Supply Chain-Problemen, bedeutend geringeren Besucherzahlen in den Läden nach der Wiederöffnung und laufenden Verwaltungs- und Kostenfolgen nach dem Verlust der zollfreien, reibungslosen Handelsbeziehungen innerhalb der Europäischen Union. Angesichts dieser Herausforderungen sind die im ersten Halbjahr erzielten Ergebnisse äußerst ermutigend. Wir sind weiterhin sehr zuversichtlich, dass wir durch unsere inhärenten Stärken im Einzelhandel über eine robuste Plattform verfügen, um weitere Fortschritte zu erzielen".

Weiter verwies er darauf, dass "unsere Leistung in den ersten paar Wochen des zweiten Halbjahrs generell ermutigend ist, obwohl die Kundenfrequenz im Einzelhandel in vielen Ländern vergleichsweiche schwach bleibt. Ausgehend von einer vorsichtigen, doch realistischen Entwicklung rechnen wir angesichts der bevorstehenden Hochsaison und unter Berücksichtigung der mangelnden Dynamik in den USA im zweiten Halbjahr sowie der aktuellen branchenweiten Supply Chain-Schwierigkeiten mit einem Konzernjahresergebnis vor Steuern von mindestens GBP 750 Millionen (EUR  880 Mio.)".

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