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Übersetzt von
Felicia Enderes
Veröffentlicht am
25.05.2022
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Klarna baut 10 % seiner Belegschaft ab

Übersetzt von
Felicia Enderes
Veröffentlicht am
25.05.2022

Der schwedische Spezialist für Ratenzahlungen und "Buy Now Pay Later"-Anbieter wird sich von 10 % seiner 7.000 Mitarbeiter trennen, wie CEO Sebastian Siemiatkowski mitteilte. Diese Ankündigung erfolgte nur wenige Tage nach dem Bekanntwerden von Plänen, die Aktie abzuwerten, um neue Investoren zu gewinnen.


Klarna bietet derzeit Zahlungslösungen für 400.000 Onlinehändler an, darunter H&M, Ikea, Asos, Abercrombie&Fitch, Nike, Sephora und Aliexpress, und will seine Lösungen auf stationäre Geschäfte ausweiten. In rund zwanzig Märkten ermöglicht die App insbesondere die zeitversetzte Bezahlung von Einkäufen oder die Nutzung des beliebten Zahlungsformats "4 Raten ohne Gebühren". Diese Art der Bezahlung erfreute sich während der Pandemie großer Beliebtheit im Onlinehandel und verschärfte den Wettbewerb zwischen den zahlreichen Akteuren in diesem Bereich.

"Es ist mir nicht fremd, gute und schlechte Nachrichten zu verkünden. Heute jedoch ist die bisher härteste Nachricht", sagte der CEO in einer Mitteilung an die Mitarbeiter des Unternehmens.

Eine spezifische Erklärung für die Entlassungen wird nicht gegeben. Der Manager verweist hingegen auf mehrere makroökonomische und geopolitische Faktoren, die die im letzten Herbst beschlossene Strategie 2022 durchkreuzen. "Seitdem erleben wir einen tragischen und unnötigen Krieg in der Ukraine, eine Veränderung der Verbraucherstimmung, einen starken Anstieg der Inflation, einen sehr volatilen Aktienmarkt und eine wahrscheinliche Rezession", so der Manager.

2021 hatte Klarna 639 Millionen US-Dollar eingenommen und damit seinen Wert auf 45,6 Milliarden US-Dollar gesteigert. Mit neuen Partnern, insbesondere in der Luxusbranche mit YNAP, hatte Klarna vor kurzem das Wagnis eingegangen, seine Service-App in eine Einkaufsplattform umzuwandeln. Diese ermöglicht es seit Anfang des Jahres, bei allen Einzelhändlern, die Klarnas Lösungen nutzen, einzukaufen. Auf diese Weise konnte der Anbieter von der eigenen Community profitieren, die 45 Millionen Nutzer umfasst, davon 23 Millionen aktive Nutzer pro Monat.

Am 19. Mai hatte das "Wall Street Journal" berichtet, dass Klarna nach einer neuen Investitionsrunde suche, mit der es seine Bewertung von 46 auf 30 Milliarden US-Dollar senken könnte, um neue Investoren zu gewinnen. Das Unternehmen, das im vergangenen Jahr mit einem Betriebsverlust von 6,58 Mrd. SEK in die Verlustzone geriet, bezeichnete dies als "reine Spekulation".

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