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11.03.2022
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Lenzing mit starkem operativen Ergebnis 2021 und neuem CEO

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11.03.2022

Stephan Sielaff wird zum 1. April neuer Chef der Lenzing AG. Sielaff folgt auf Cord Prinzhorn, der im vierten Quartal 2021 den Vorstandsvorsitz interimistisch übernommen hatte.

Stephan Sielaffist neuer CEO bei Lenzing - Lenzing


Stephan Sielaff ist seit 2020 bei Lenzing und hatte dort die Position des Technikvorstands und COO inne. Zwischen 2014 und 2020 war Sielaff beim Schweizer Spezialchemie-Unternehmen Archroma als COO für die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens verantwortlich. Zuvor war der diplomierte Chemieingenieur von 1993 bis 2014 in diversen Management-Positionen der Unternehmen Unilever und Symrise tätig.

Cord Prinzhorn kehrt nach seiner interimistischen Tätigkeit als CEO in den Aufsichtsrat zurück und übernimmt den Vorsitz. Der Vorstand wird somit wieder von fünf auf vier Personen reduziert.

Beinahe zeitgleich mit der Ernennung gibt das Unternehmen auch seine Ergebnisse für das vergangene Geschäftsjahr bekannt. Die Gruppe konnte 2021 aufgrund ihres strategischen Fokus auf holzbasierte Spezialfasern und des überwiegend positiven Marktumfelds eine gegenüber dem Vorjahr deutlich verbesserte Umsatz- und Ergebnisentwicklung erzielen. Die Umsatzerlöse stiegen 2021 um 34,4 Prozent auf 2,19 Milliarden Euro.
 
Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) habe sich im Vergleich zum Vorjahr beinahe verdoppelt und einen Wert von 362,9 Millionen Euro erreicht (nach 192,3 Millionen Euro 2020). Die EBITDA-Marge erhöhte sich von 11,8 Prozent auf 16,5 Prozent. Der Jahresüberschuss lag bei 127,7 Millionen Euro (nach -10,6 Millionen Euro 2020), das Ergebnis je Aktie bei 4,16 Euro (nach 0,24 Euro 2020).
 
Neben dem überwiegend positiven Marktumfeld habe sich auch der Fokus auf Spezialfasern wie jene der Marken Tencel, Lenzing Ecovero und Veocel positiv auf die Umsatzentwicklung ausgewirkt. Der Anteil der Spezialfasern am Faserumsatz liege derzeit bei 72,3 Prozent, so Lenzing. Bei den Energie-, Rohstoff- und Logistikkosten gab es über das gesamte Berichtsjahr deutliche Anstiege.

Im Jahr 2024 will Lenzing mehr als 75 Prozent des Faserumsatzes aus dem Geschäft mit holzbasierten Spezialfasern erzielen. Im Fokus dieser strategischen Zielvorgabe habe in den vergangenen Jahren die Errichtung der neuen, hochmodernen Lyocellanlage in Thailand gestanden, die am 03. März feierlich eröffnet wurde.

Der Bau des Zellstoffwerks in Brasilien stärke die Eigenversorgung mit Faserzellstoff und damit auch das Spezialfaserwachstum im Sinne der sCore TEN Strategie. Die Umsetzung des Projekts schreite trotz der Herausforderungen durch COVID-19 weiterhin planmäßig voran.

Mit der Umsetzung der beiden Schlüsselprojekte in Brasilien und Thailand, aber auch mit den Investitionen an den bestehenden asiatischen Standorten in China und Indonesien in Höhe von 200 Millionen nähert Lenzing sich dem Ziel der gruppenweite Klimaneutralität. Lenzing hatte 2019 als erster Faserhersteller beschlossen, die CO₂-Emissionen bis 2030 um 50 Prozent zu reduzieren und bis 2050 klimaneutral zu sein.

Die Lenzing Gruppe blickt trotz ökonomischer Herausforderungen, wie gestiegenen Energiekosten und Probleme globaler Lieferketten, positiv auf das laufende Geschäftsjahr. Das Unternehmen gehe für 2022 davon aus, dass das EBITDA deutlich über dem Niveau von 2021 liegen werde, so Lenzing.

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