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AFP
Übersetzt von
Felicia Enderes
Veröffentlicht am
16.11.2022
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Luxusmarkt bleibt nach Ausnahmejahr 2022 weiter auf Wachstumskurs

Von
AFP
Übersetzt von
Felicia Enderes
Veröffentlicht am
16.11.2022

Nach einem "spektakulären" Jahr 2022 mit einem Umsatz von 1,4 Billionen Euro dürfte der Luxusmarkt auch in den kommenden Jahren weiter wachsen, wenn auch wahrscheinlich in einem langsameren Tempo, wie aus einer Studie des Beratungsunternehmens Bain & Co hervorgeht.

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"Der weltweite Markt für Luxusgüter hat im Jahr 2022 einen weiteren Sprung nach vorn gemacht" und ist gegenüber 2021 bei konstanten Wechselkursen um 13 % gewachsen, so eine am Dienstag veröffentlichte Studie von Bain & Co. in Zusammenarbeit mit der Altagamma Foundation, dem Verband der wichtigsten italienischen Luxusmarken. Ein Wachstumsschub, von dem 95 % der Luxusmarken profitierten.

Angetrieben wurde der Sektor vom US-amerikanischen Markt, aber auch von Europa, dank der wieder anziehenden Tourismusströme und der Erholung der lokalen Verbrauchernachfrage. Der chinesische Markt hingegen hinkt aufgrund der Null-Covid-Politik des Landes noch immer hinterher.

Der Luxusgütermarkt "dürfte im nächsten Jahr und im kommenden Jahrzehnt bis 2030 auch angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Turbulenzen weiter expandieren", heißt es in der Studie.

"Die Ergebnisse für 2022 sind spektakulär, aber es ist sehr kompliziert, Prognosen für 2023 zu erstellen, da die Märkte in China und den USA enorme Unsicherheitsfaktoren darstellen", sagte Joëlle de Montgolfier, Leiterin der Luxusabteilung bei Bain and Co. gegenüber der AFP.

Doch "selbst bei einer möglichen weltweiten Rezession im nächsten Jahr könnten die Auswirkungen auf die Luxusindustrie anders ausfallen als bei der globalen Finanzkrise 2008-2009", so de Montgolfier, die der Meinung ist, dass "der Luxusmarkt heute besser gerüstet zu sein scheint, um mit wirtschaftlichen Turbulenzen umzugehen", vor allem da die Zahl der Verbraucher gestiegen ist.

In der Bain-Altagamma-Studie werden zwei Szenarien für das Jahr 2023 vorgestellt: In einem Szenario wird ein Anstieg der Luxusverkäufe zwischen 3 % und 5 % vorhergesagt, in einem anderen ein Wachstum zwischen 6 % und 8 % (bei konstanten Wechselkursen), abhängig von der Stärke der wirtschaftlichen Erholung Chinas und der Fähigkeit der USA und Europas, mit einem weniger dynamischen Wirtschaftsklima umzugehen.

"Bis 2030 wird ein relativ starkes Wachstum von 5 bis 7 % prognostiziert. Das bedeutet, dass sich die Größe des globalen Luxusmarktes zwischen 2020 und 2030 mehr als verdoppelt haben wird", so de Montgolfier.

"In den Jahren 2013 und 2014 gab es weltweit etwa 330 Millionen Kunden. Heute schätzt man, dass diese Zahl bei 400 Millionen liegt und bis 2030 auf 500 Millionen ansteigen könnte", wobei der chinesische Markt derzeit 70 Millionen Kunden ausmacht.

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