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08.04.2022
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Marcus-Wallenberg-Preis 2022 geht nach Finnland und Österreich

Veröffentlicht am
08.04.2022

Der Marcus-Wallenberg-Preis 2022 geht an Ilkka Kilpeläinen und Herbert Sixta für die Entwicklung und den Einsatz neuartiger ionischer Flüssigkeiten zur Verarbeitung von Holzbiomasse zu Hochleistungs-Textilfasern. Sixta kann auf eine lange Industriekarriere bei der Lenzing Gruppe zurückblicken, seit 2007 ist er Professor an der Aalto-Universität und war Leiter der Abteilung für Bioprodukte und Biosysteme. Ilkka Kilpeläinen ist Professor für organische Chemie an der Universität von Helsinki.

Von links: Mikael Hannus, Marcus-Wallenberg-Stiftung, Herbert Sixta, Aalto-Universität, Ilkka Kilpeläinen, Universität Helsinki und Johanna Buchert, Marcus-Wallenberg-Stiftung. - MWP


Die künftige Nachfrage nach Textilfasern steigt aufgrund des weltweiten Bevölkerungswachstums. Es wird erwartet, dass die Produktion von Baumwolle, der am häufigsten verwendeten Zellulosefaser für Textilien, nicht mit der Nachfrage Schritt halten kann. Daher sind Zelluloseregeneratfasern eine hervorragende Ergänzung für Baumwolle, da diese Fasern ähnliche Eigenschaften aufweisen. Das Problem sind jedoch das Viskoseverfahren und die Lösungsprozesse der Fasern. Dazu haben Kilpeläinen und Sixta gemeinsam mit ihren Teams geforscht. 

Das Team unter der Leitung von Professor Kilpeläinen an der Universität Helsinki entwickelte ionische Flüssigkeiten mit einer organischen Superbase als Kation, die sich gut als Lösungsmittel für ungebleichte und gebleichte Zellstoffe oder zellulosehaltige Textilabfälle eignen. Professor Sixta und sein Team an der Aalto-Universität entwickelten das auf diesen ionischen Flüssigkeiten basierende Faser- und Filmformungsverfahren auf der Grundlage des Luftspalt-Spinnverfahrens.

"Diese einzigartige Zusammenarbeit hat zu einem neuartigen nachhaltigen Konzept der Textilfaserproduktion aus Holz geführt. Es ist zu erwarten, dass die Innovation zu einer Vielzahl neuer Produkte und Geschäftsmöglichkeiten für die Forstindustrie führen wird", so Johanna Buchert, Vorsitzende des Auswahlkomitees für den Marcus-Wallenberg-Preis. Die Auszeichnung soll den Professoren im Oktober dieses Jahres bei einer Zeremonie in Stockholm vom schwedischen König überreicht werden.

Der Marcus-Wallenberg-Preis ist ein internationaler Preis mit dem Ziel, bahnbrechende wissenschaftliche Leistungen anzuerkennen, zu fördern und anzuregen, die wesentlich zur Erweiterung des Wissens und zur technischen Entwicklung in Bereichen beitragen, die für die Forstwirtschaft und die Forstindustrie von Bedeutung sind.

 

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