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MBFW: Modemessen mit neuen Locations und Konzepten

Veröffentlicht am
today 06.01.2019
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Berlin bleibt in Bewegung. Das gilt besonders für diese Saison. Nachdem vor einem Jahr vor allem der Weggang von Schauen-Veranstalter IMG enorme Dynamik auslöste, sind es diesmal die Messen, die sich bewegen, neu aufstellen und dabei ihre Konzepte und Rahmenprogramme immer weiter drehen.

Impression von der Modemesse im vergangenen Sommer. - PANORAMA BERLIN


Die Premium animiert ihre Aussteller schon seit Monaten, ihre Brand-Power zur kommenden Ausgabe vom 15. bis 17. Januar voll auszuspielen.

Die Panorama hingegen hat noch im alten Jahr ein eigenes Online-Magazin gelauncht und will sich mit mehr besucherfreundlichem Ambiente und einem breiten Kongress-Programm offenbar von der Konkurrenz mit ihrer florierenden Fashiontech-Konferenz nicht in den Schatten stellen lassen. 

Die Messe Frankfurt hat derweil ihre Eco-Fashion-Formate unter einem Dach gebündelt und launcht während der kommenden MBFW ihr Konzept Neonyt im Kraftwerk an der Köpenicker Straße, wo auch die Fashiontech stattfinden wird.

Berliner Salon und Vogue Salon haben sich außerdem eine neue Location gesucht. In der bereits neunten Ausgabe werden die Kollektion für Herbst/Winter 2019/20 erstmals in der St. Elisabeth Kirche in Mitte präsentiert.

Impression von der Messe am Gleisdreieck. - PREMIUM GROUP


Weit über 3.000 Brands und noch mehr Kollektionen werden Einkäufer für Herbst/Winter 2019/20 in der Hauptstadt insgesamt sichten können. 

Mit 1.000 Brands und etwa 1.800 Kollektionen will die Premium mit ihrem neu konzipierten Kernformat am Gleisdreieck auf 24.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche das Fachpublikum überzeugen.

Auf Basis europaweiter Studien mit Einkäufern und in Rücksprache mit Industrie und Handel setzen Messechefin Anita Tillmann und ihr Team kurz auf progressiveren Dialog: Jede Marke soll am Gleisdreieck künftig ihre Key-Looks, Key-Items und Key-Storys definieren, um Einkäufer optimal abzuholen, zu inspirieren und den gegenseitigen Austausch anzustoßen.

"Neue Brandwelten werden kreiert und auf Grundlage von Pricing, Image, Positionierung und Distributionsstrategie in den acht Hallen der Station-Berlin neu zusammengestellt. Zudem präsentiert jede Brand einen Key-Look, Key-Item oder Story auf ihrem Stand. Ziel ist es, die Aufmerksamkeit der Einkäufer für sich zu gewinnen, zu inspirieren und den Dialog untereinander aktiv anzustoßen", erläutert Tillmann. 

​Im Kühlhaus nebenan findet dazu die Show&Order auf fünf Etagen und 2.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche wieder als "Retail Experience Space" mit rund 200 Brands und Kollektionen statt.

Der Fokus liegt neben HAKA und DOB auf Footwear, Accessoires sowie Beauty- und Lifestyle-Produkten.

Impression von der Seek im vergangenen Sommer. - PREMIUM GROUP


Ziel sei es, den Einkäufern Inspirationen, Storys und Emotionen auf einer an Concept-Stores angelehnten Business-Plattform anzubieten. Key Brands sind u.a. Cotton Cady, Buffalo London, Marjana von Berlepsch, Vagabond und Another Brand. 

Und auch die Seek bewegt sich und will ihr Konzept der "Trade Union" in der Arena Berlin auf das nächste Level heben. Auch hier stehen demnach ein kooperativer Ansatz und Austausch im Vordergrund. 

Wichtige Einkäufer sollen spezielle Services geboten und direkteren Kontakt zum Brand-Publikum bekommen. So wolle man auf den 7.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche den Austauschgedanken forcieren, heißt es seitens Seek Director Maren Wiebus.

Ganz nebenbei wird auch noch zehnter Geburtstag gefeiert. Dafür fällt die Bright wie angekündigt aus und wird voraussichtlich erst wieder im Sommer stattfinden. 

Key Brands der Seek sind u.a. Alpha Industries, Burlington, Dickies, Fred Perry, Napapijri, Qwstion und Sandqvist.

Auch die Panorama hat ihr Konzept überarbeitet. Die Modemesse im ExpoCenter City will neben einzelnen Themenschwerpunkten wie Streetwear oder "neue Hosen fürs Office" ihre Besucher auf eine Expedition mit Pass locken. 

Beginnen soll die Expedition, der ebenfalls intensive Marktanalysen vorausgegangen sind, direkt auf dem Vorplatz in einem "Bubbletent", dem neuen Check-In Bereich, in dem  eine Café-Lounge vor allem das neue Ambiente unterstreichen soll.  

Konzentriert ist der Ausstellungsbereich diesmal auf sieben Hallen. Rund 600 Labels und Marken zeigen auf 35.000 Quadratmetern ihre Kollektionen für Herbst/Winter 2019/20. 

Im Streetwear-Bereich gehören Labels wie ARKK Copenhagen, Kaptn & Son, Nitro und Oxbow sowie Lobster & Lemonade, Burton, Damur Studio und Zoo York zu den Ausstellern.  

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