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Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
25.05.2022
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Mit dem neuen Kreativdirektor Marco De Vincenzo rückt Etro den Fokus auf Accessoires

Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
25.05.2022

​Das italienische Luxuslabel des Investmentfonds L Catterto ernennt Marco de Vincenzo zum neuen Kreativdirektor. Der Designer ist ab Anfang Juni für die Damen-, Herren- und Home-Linien verantwortlich.


Der neue Kreativdirektor von Etro, Marco De Vincenzo


Seine erste Hauptkollektion wird De Vincenzo an der Mailänder Modewoche im September mit den Frühjahr-/Sommerentwürfen 2023 präsentieren.

Das Unternehmen verwies darauf, dass Veronica, Kean und Jacopo Etro sich in Zusammenarbeit mit L Catterton auch weiterhin an der Entwicklung der Markenstrategie beteiligen.

Der neue Kreativdirektor absolvierte zu Beginn des Jahrtausends das European Institute of Design in Rom und arbeitete anschließend bei Fendi an der wichtigen Accessoires-Kollektion. Sein eigenes Damenmodelabel launchte er im Jahr 2009, als er auch den von Altaroma und Vogue Italien verliehenen Preis "Who Is On Next?" gewann.

Etro-CEO Fabrizio Cardinali erklärte, die Ernennung sei im Rahmen der neuen Ausrichtung der Marke erfolgt. Weiter pries er De Vincenzos Sinn für Farben, Prints und Stoffe. Er erklärte, der Designer werde das Markenerbe auf seine Art interpretieren und um eine frische Note und – ganz besonders – eine neue Dynamik im Accessoires-Angebot bereichern. Denn diese sind durch ihre höheren Margen der Schlüssel der Rentabilität von Luxusmarken.

Die Funktion des Kreativdirektors ist eine von mehreren Stellen im Unternehmen, die in jüngster Vergangenheit neu besetzt wurden. Zu den Newcomern zählen mehrere Führungskräfte, beispielsweise Iacopo Martini, der zum CFO berufen und Alberto Candellero, dem die verantwortungsvolle, neu geschaffene Stelle als kaufmännischer Leiter und Nachhaltigkeitsbeauftragter anvertraut wurde.

Das 1968 von Gerolamo Etro gegründete Unternehmen verfügt aktuell über 140 Läden in 58 Ländern. Weiter betreibt Etro 20 Verkaufsstellen in Travel Retail-Standorten. Diese haben in den vergangenen Jahren zwar durch die Pandemie stark gelitten, doch mit der Rückkehr zum normalen Leben, dürften sie wieder an Bedeutung gewinnen. Und mit der neuen Accessoires-Strategie könnte die Schlüsselposition seiner Travel Retail-Verkaufsstellen in der Organisation des Unternehmens weiter gestärkt werden.

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