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Übersetzt von
Felicia Enderes
Veröffentlicht am
24.11.2020
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Online-Luxushändler Mytheresa reicht vertraulichen Antrag auf Börsengang in den USA ein

Von
Reuters
Übersetzt von
Felicia Enderes
Veröffentlicht am
24.11.2020

Die Muttergesellschaft des deutschen Online-Luxushändlers Mytheresa Group GmbH teilte am Montag mit, sie habe vertraulich einen Börsengang in den Vereinigten Staaten beantragt.


Dieser Schritt kommt zu einer Zeit, in der die Beschränkungen zur Eindämmung der COVID-19-Pandemie zu einem Boom im E-Commerce geführt haben, in dem das Online-Shopping von Luxusgütern floriert.

Die Anzahl der anzubietenden American Depositary Shares und die Preisspanne für das geplante Angebot von Mytheresa sind noch nicht festgelegt worden, wie die Muttergesellschaft, MYT Netherlands Parent B.V., in einer Erklärung mitteilte.

Das Unternehmen, das Kleidung von 250 der weltweit führenden Modemarken verkauft, darunter Prada, Gucci, Burberry und Dolce & Gabbana, könnte laut einem Bloomberg-Bericht Anfang dieses Monats eine Bewertung zwischen 1 Milliarde und 1,5 Milliarden Dollar anstreben, obwohl sich das Ziel in Abhängigkeit von der geschäftigen Feiertagssaison ändern könnte.

1987 eröffneten die Modeeinzelhändler Susanne und Christoph Botschen ein Geschäft namens Theresa in München, 2006 starteten sie den Online-Shop Mytheresa, der 2014 von der Luxus-Kaufhauskette Neiman Marcus aufgekauft wurde.

Neiman Marcus, das Anfang dieses Jahres angesichts von Ladenschließungen und rückläufigen Umsätzen Konkurs anmeldete, übergab einen Teil von Mytheresa an seine Gläubiger, um das Sanierungsverfahren nach Chapter 11 zu beenden.

Anfang dieses Monats konnte Mytheresas Rivale Farfetch mehr als 1 Milliarde Dollar an Investitionen von Alibaba und dem Schweizer Konzern Richemont aufbringen.

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