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Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
25.07.2019
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OTB erweitert Beteiligung an Viktor & Rolf

Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
25.07.2019

Nach der Übernahme einer Minderheitsbeteiligung am kalifornischen Label Amiri setzt OTB seine Investmentstrategie fort und erhöht seine Beteiligung an Viktor & Rolf. Der Modekonzern von Renzo Rosso, zu dessen Portfolio unter anderem Diesel, Maison Margiela und Marni zählen, hatte im Jahr 2008 51 Prozent des niederländischen Labels übernommen. Nun wird dieser Anteil einer Medienmitteilung zufolge auf 70 Prozent erhöht.

Viktor Horsting, links im Bild, und Rolf Snoeren - Ph Philippe Vogelenzang


Weder die Höhe der Transaktion noch der genaue Umsatz der Marke wurden bekanntgegeben. Die Anteile wurden direkt den beiden Gründern der Marke, Viktor Horsting und Rolf Snoeren, abgekauft. Die beiden teilen sich die verbleibenden 30 Prozent der Aktien hälftig auf. "Wir haben vor über zehn Jahren an Viktor & Rolf geglaubt und glauben heute noch stärker an das Unternehmen", so Konzernchef Renzo Rosso.

Der Schritt ist Teil der OTB-Strategie zur Wachstumsförderung in den eigenen Konzernmarken. Die Gruppe setze im Jahr 2018 EUR 1,439 Milliarden um und weist eine positive Nettoliquidität auf. Im Rahmen der Investmentstrategie will der Konzern in den kommenden drei Jahren insgesamt EUR 200 Millionen investieren.

Das 1993 gegründete niederländische Label ist für seine verrückte und konzeptuelle Mode bekannt. 1998 wagten die Designer den Schritt in die Haute Couture. Die im Jahr 2000 eingeführte Prêt-à-Porter-Linie für Damen wurde Anfang 2015 wieder eingestellt, um das Label im hochwertigen Luxusbereich neu auszurichten. So haben sich die beiden Designer auf ihre Haute Couture konzentriert, die sie in Paris zeigen, und auf Parfüms, eine "sehr wichtige Tätigkeit".

"Die beiden sind 'Fashion Artists', die vor allem besondere Nischenprojekte und Capsule Collections entwickeln", heißt es bei OTB.

Viktor & Rolf haben unter anderem eine Abendkleid-Kollektion und eine Brautkleid-Linie eingeführt, die vor allem in den USA, in Europa, Russland, Nahost und Asien angeboten werden, wie auch eine 'Tüll'-Kollektion im Prêt-à-porter-Bereich "die ihnen den Weg im asiatischen Markt geebnet hat". Außerdem führt das Modehaus eine Brillenkollektion, die von Ego Eyewere in Lizenz produziert wird.

Zu den Projekten des Unternehmens zählt auch die Kollektion "RE:Cygle", die für den Onlinehändler Zalando entworfen wird, sowie eine Unterwäschekollektion, die mit dem französischen Wäschespezialisten Aubade gelauncht wurde und in ausgewählten Stores erhältlich ist.
 

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