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Von
Fibre2Fashion
Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
03.05.2022
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3 Minuten
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Patagonia, The North Face und Levi’s sind Klimaschutz-Vorreiter

Von
Fibre2Fashion
Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
03.05.2022

Patagonia, The North Face und Levi’s setzen sich laut einer neuen Studie der Unternehmensberatung Kearney am stärksten für die Kreislaufwirtschaft ein. In seinem jüngsten Bericht kommt das Unternehmen zum Schluss, dass nur 7 Prozent aller Marken regelmäßig auf Recyclingmaterialien setzen, 54 Prozent der Marken verwenden diese nur für einige ausgewählte Produkte oder Produkteigenschaften und 39 Prozent verwenden überhaupt keine Recyclingprodukte.


Patagonia



Mit Werten von 8.50, 8.20 bzw. 8.05 verbesserten Patagonia, Levi’s und The North Face ihre Leistung im Vergleich zu 2020. Spezifische Projekte trieben das Wachstum an, so bei Patagonia die Vermietung von Ausrüstungsgegenständen über die Plattform Awayco und die verstärkte Nutzung von Recyclingstoffen.
 
Dies geht aus dem jüngsten Circular Fashion Index (CFX) von Kearney hervor. Der CFX nimmt Modeunternehmen und ihre Bemühungen zur Verlängerung der Lebensdauer ihrer Kleider unter die Lupe.

An vierter Stelle im Ranking steht Esprit, darauf folgen OVS, Gucci, Gant, Coach, Lululemon Athletica und Lindex.
 
Auch OVS und Gucci haben ihre Werte verbessert und kletterten vom 17. bzw. 15. Platz im Jahr 2020 auf den 5. bzw. 6. Platz.

OVS hat sein Engagement im Bereich recycelter Textilien verstärkt. 65 Prozent der Artikel aus der 2020 Kollektion wurden aus umweltschonenderen Materialien hergestellt, bis 2025 soll dieser Anteil auf 90 Prozent ausgebaut werden. Durch bessere Pflegehinweise, in einigen Stores eingerichtete Reparaturdienste und der Spende von Second-Hand-Kleidern an Hilfsorganisationen konnte die italienische Marke ihre Punktzahl erhöhen.
 
Obwohl Kommunikations- und Werbemaßnahmen zur Förderung der Kreislaufwirtschaft zu den einfachsten Schritten zählen, verwenden 44 Prozent aller Marken keine solchen Maßnahmen und 40 Prozent geben bei den Pflegehinweisen nur gerade die gesetzlich erforderlichen Mindestangaben an.


Top 10 der Rangliste von Kearney - DR



Bei den Schritten, die ein größeres Engagement erfordern, bieten beispielsweise nur 5 Prozent – hauptsächlich Luxusmarken – einen Reparaturdienst an und 2 Prozent vermieten oder leasen ihre Produkte.
 
Mit den Projekten Gucci Equilibrium und Off the Grid sowie der intensiveren Kommunikation zur Langlebigkeit der Produkte und zur Kreislaufwirtschaft führte Gucci die Top 10 der Luxuskategorie an, vor Coach und Burberry. Zu den weiteren Luxusunternehmen auf der Liste zählen Louis Vuitton, Saint Laurent, Alexander McQueen, Balenciaga, Dior, Prada und Hermes.
 
Gant führte die Rangliste im Premium- und erschwinglichen Luxusbereich an, gefolgt von Cos und Sandro. The Kooples und Tommy Hilfiger erzielten den vierten bzw. fünften Platz, weiter unter den 10 Bestplatzierten befanden sich Free People, Hollister, Abercrombie & Fitch, Ralph Lauren und Timberland. Das Massensegment führten Levi’s, Esprit und OVS an, während Crocs und Uniqlo an 5. bzw. 7. Stelle stehen.
 
Im Bereich Fast Fashion schnitten Jules/Brice, Tape à l’oeil und H&M am besten ab, Zara und Bershka folgten auf dem 7. und 8. Platz.
 
Unter den Sport- und Outdoormarken landete Lululemon Athletica auf dem dritten Platz, nach Patagonia und The North Face. Weiter in der Rangliste aufgeführt waren Columbia, Decathlon, New Balance, Adidas, Nike, Mizuno und Merrell.
 
In der Kategorie Unterwäsche und Lingerie sicherten sich die Marken Etam, Wolford und Intimissimi die Spitzenplätze. Calzedonia, Yamamay und Victoria’s Secret landeten auf dem 5., 7. und 8. Platz.
 
Global betrachtet schnitten Luxus- und Premium-Marken besser ab, da sie umfangreiche Pflegehinweise und Reparaturdienste anbiete, um einer anspruchsvolleren Kundschaft gerecht zu werden. In den Bereichen Fast Fashion und Unterwäsche hingegen fielen die Ergebnisse aufgrund des Geschäftsmodells und der Tatsache, dass Secondhand- bzw. Mietangebote in diesen Sparten schwieriger umzusetzen sind, schlechter ab.
 
Fast 75 Prozent aller Marken stammten aus Frankreich, Italien, Deutschland und den USA.
 

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