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14.07.2017
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Richemont verliert Chefmanager in Uhrenproduktion

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DPA
Veröffentlicht am
14.07.2017

Beim Uhrenkonzern Richemont kommt es zu einem gewichtigen Abgang: Georges Kern, der seit Ende 2016 als Geschäftsleitungsmitglied für den neu geschaffenen Bereich Uhrenproduktion verantwortlich ist, verlässt das Unternehmen mit sofortiger Wirkung.

Erst im Juni eröffnete IWC Schaffhausen eine neue Boutique in München. - IWC Schaffhausen


Kern sei eine spannende Gelegenheit für die Tätigkeit als Unternehmer angeboten worden, wird Richemont-Chef Johann Rupert in einer Mitteilung am Freitag zitiert. Richemont bedauert den Rücktritt und wünscht Kern für die Zukunft alles Gute.

Kern war während vieler Jahre Chef der erfolgreichen Schaffhauser Uhrenmarke IWC, die zum Richemont-Konzern gehört. Anfang November teilte die Gruppe mit, dass Kern im Rahmen einer Neuorganisation als Leiter des neuen Bereichs "Watchmaking, Marketing and Digital" in die Konzernzentrale nach Genf wechseln wird. Seine Nachfolge bei IWC trat im laufenden Jahr Christoph Grainger-Herr an.

Angesichts einer schwachen Nachfrage nach Luxusuhren musste der Cartier- und Montblanc-Hersteller seine Lager räumen und im Vertrieb nachbessern. Durch die Kosten hierfür sank der operative Gewinn im ersten Geschäftshalbjahr (Ende September 2016) um 43 Prozent auf 798 Millionen Euro. Unter dem Strich sackte das Nettoergebnis um gut die Hälfte auf 540 Millionen Euro ab. Der Umsatz ging um 13 Prozent auf 5,1 Milliarden Euro zurück. Strukturelle Änderungen waren die Folge.
 
Richemont mit Hauptsitz in Genf ist einer der führenden Luxusgüterkonzerne der Welt. Die Gruppe umfasst 20 Marken, von denen 13 Uhren produzieren. Darunter IWC Schaffhausen und Montblanc.

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