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Roland Sauer gewinnt Investoren

Veröffentlicht am
29.06.2020
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Roland Sauer kann weitermachen. Insolvenzverwalter Reinhard Klose von der Rechtsanwaltskanzlei Handschumacher & Partner hat trotz Corona-Krise einen Investor für das sächsische Textilunternehmen gefunden. Zum 15. Juni hat die neu gegründete Sara Linke GmbH im Zuge eines Asset Deals den Wäsche- und Trikotage-Spezialisten übernommen. Über Kaufpreis und wirtschaftliche Einzelheiten wurde Stillschweigen vereinbart.

Modedesignerin und Unternehmerin Sarah Linke mit Teilen der Belegschaft in Chemnitz. - PR


Damit übernimmt die Zwickauer Modedesignerin Sara Linke den Produktionsstandort in Hohenstein-Ernstthal sowie die Traditionsmarken Jado und Graziella.

"Wir haben mit den Mitarbeitern, den Kunden sowie mit der Infrastruktur am Standort eine herausragende Grundlage, um hochwertige Bekleidung in Deutschland herzustellen. Neben dem Relaunch der Marken werden wir unser Know-how in Produktion und unsere Designkompetenz auch für namhafte Marken, Lizenzen und Unternehmen nutzen, die auf hochwertige Qualität 'Made in Germany' setzen", kommentiert Linke die Übernahme.

Mit an Bord sind auch zwei nicht näher genannte Investoren aus Sachsen und Baden-Württemberg. Mit ihnen will Linke auch die finanzielle und strategische Linie absichern. 

"Der momentan immer stärker erkennbare Trend nach hochwertiger, nachhaltig und fair produzierter Bekleidung gibt uns Rückenwind", erklärt die Modedesignerin.

Gesichert werden durch die Übernahme elf Arbeitsplätze. Das Einzelhandelsgeschäft in Chemnitz wurde im Zuge des Insolvenzverfahrens geschlossen. Das Geschäft am Standort in Hohenstein-Ernstthal konnte im Gegenzug erfolgreich verstärkt werden, so Insolvenzverwalter Klose. 

Die Roland Sauer GmbH hatte am 23. Januar Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Das zuständige Amtsgericht in Chemnitz hatte das Verfahren am 28. Februar eröffnet und Klose zum Insolvenzverwalter bestellt.

Nach der Insolvenzeröffnung hatte der Rechtsanwalt neben den laufenden Kollektionen aus langfristigen Kundenbindungen auch neue Produkte, deren Bedarf sich aus der Corona-Situation ergab, in das Sortiment des Unternehmens aufgenommen und kurzfristige Aufträge realisiert.

So sei es gelungen, unter Nutzung der Kompetenz und Zuverlässigkeit der Mitarbeiter, das Unternehmen zu erhalten und die Überleitung auf einen neuen Rechtsträger durch einen geordneten Investorenprozess vorzubereiten.
 

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