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10.01.2022
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Rund 400 Amazon-Beschäftigte legen in Leipzig Arbeit nieder

Veröffentlicht am
10.01.2022

Beschäftigte des Online-Versandhändlers Amazon in Leipzig haben nach Gewerkschaftsangaben am Abend des 9. Januars erneut die Arbeit niedergelegt. Etwa 400 Beschäftigte beteiligten sich an der Arbeitskampfmaßnahme, die bis zum Folgeabend dauern solle, so Verdi-Fachbereichsleiter Jörg Lauenroth-Mago.

Amazon-Beschäftigte in Leipzig streiken erneut - Reuters


Wegen der Corona-Pandemie seien nur kleinere Kundgebungen mit bis zu zehn Personen vor dem Standort in Leipzig geplant. 

Schon vor Weihnachten hatte Verdi zu Aktionen an dem Amazon-Standort in Leipzig aufgerufen. Verdi wollte mit den Streiks das "Weihnachtsgeschäft des weltweit größten Onlinehändlers Amazon empfindlich stören", lies die Dienstleistungsgewerkschaft damals verlauten.

Verdi setzt sich seit Jahren für eine Bezahlung der Amazon-Beschäftigten nach dem branchenüblichen Tarifvertrag des Einzel- und Versandhandels ein.

Ein Amazon-Sprecher verwies auf "exzellente Bezahlung, exzellente Zusatzleistungen und exzellente Karrierechancen", die Amazon als Arbeitgeber bereits biete. Im Sommer seien die Löhne erhöht worden. Die Mitarbeitende verdienten mindestens 12 Euro brutto pro Stunde plus Extras.

Verdi-Fachbereichsleiter Lauenroth-Mago sagt, die Gewerkschaft wolle in dem Arbeitskampf nicht locker lassen. Er könne sich nicht an eine derart lange Auseinandersetzung mit einem Arbeitgeber erinnern.

Die Urabstimmung, mit der damals der Weg für Streiks freigemacht wurde, stammt von 2013. Seither gibt es immer wieder Arbeitsniederlegungen. Amazon betont dabei stets, dass die Streiks keine Auswirkungen auf die Kundinnen und Kunden hätten. 
 

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