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Reuters
Übersetzt von
Felicia Enderes
Veröffentlicht am
09.05.2022
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Under Armour: Höhere Kosten und Beschränkungen in China belasten den Gewinn

Von
Reuters
Übersetzt von
Felicia Enderes
Veröffentlicht am
09.05.2022

Under Armour Inc. prognostizierte am Freitag einen Gewinn für das Gesamtjahr unterhalb der Schätzungen, da der Sportbekleidungshersteller mit höheren Transportkosten und einer Beeinträchtigung seines Geschäfts durch erneute Beschränkungen in China zu kämpfen hat.

Reuters


Die Aktien von Under Armour stürzten um mehr als 23 % ab und näherten sich ihrem schlechtesten Tag seit Oktober 2017, als das Unternehmen ebenfalls einen überraschenden Verlust und düstere Umsätze in den ersten drei Monaten des Jahres meldete.

Während sich die Wirtschaft weltweit wieder erholt, hat ein Anstieg der Covid-19-Infektionen in Ländern wie China die Regierungen dazu veranlasst, erneut strenge soziale Restriktionen einzuführen, was sich negativ auf den Produktionsbetrieb und den Einzelhandelsumsatz auswirkt.

Das in Baltimore ansässige Unternehmen Under Armour teilte mit, dass die Beschränkungen in dem am 31. März beendeten Quartal zu einem Umsatzrückgang von 14 % im asiatisch-pazifischen Raum geführt haben. Im vergangenen Jahr erwirtschaftete Under Armour rund 15 % seines Umsatzes in dieser Region.

Zuvor hatte am Freitag der größere deutsche Rivale Adidas einen Umsatzeinbruch gemeldet und ebenfalls seine Ziele für 2022 herabgesetzt.

Lieferverzögerungen und Arbeitskräftemangel haben auch Under Armour unter Druck gesetzt, so dass das Unternehmen gezwungen war, Bestellungen zu stornieren.

"Der Druck auf die Lieferkette scheint eher eine Folge des Transportdrucks und der erhöhten Frachtkosten zu sein, als ein Problem der Verfügbarkeit... Das Angebot ist vorhanden, aber die Beschaffung war schwierig", sagte BMO Capital Markets-Analyst Simeon Siegel.

Under Armour prognostizierte für das Geschäftsjahr 2023 einen bereinigten Gewinn je Aktie zwischen 63 Cent und 68 Cent und lag damit unter den Schätzungen von Refinitiv von 83 Cent.

Das Unternehmen rechnet mit einem Umsatzwachstum von 5 bis 7 %, während Analysten eine Steigerung von 5,4 % erwarten.

Das Unternehmen verzeichnete im Berichtsquartal einen Verlust von 1 Cent pro Aktie, während die Schätzungen einen Gewinn von 6 Cent vorsahen. Der Nettoumsatz stieg um 3 % auf 1,30 Mrd. US-Dollar, verfehlte aber die durchschnittliche Analystenschätzung.

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