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Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
29.04.2022
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Unibail-Rodamco-Westfield im ersten Quartal weiter auf Erholungskurs

Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
29.04.2022

​Das französische Shopping-Center-Schwergewicht Unibail-Rodamco Westfield erzielte im ersten Quartal einen Umsatzanstieg um 34,2 Prozent. Dies zeuge von einer "deutlichen Erholung nach der Covid-19-Krise“.


Westfield London


Das Unternehmen besitzt riesige Einkaufszentren wie die beiden Westfield-Malls in London und den Niederlanden, das Forum des Halles und Carrousel du Louvre in Paris, Plaza Bonita und Fashion Square in den USA und viele weitere mehr.

Der Umsatz der Mieter habe sich erholt und betrage in den ersten drei Monaten des Jahres 93 Prozent des Vergleichswertes von 2019. Betrachtet man nur die März-Ergebnisse, erreichen diese 95 Prozent des Vorkrisenniveaus. Auch das Mietinkasso verbesserte sich im ersten Quartal auf 93 Prozent, mit einem "anhaltenden Anstieg der Inkassoergebnisse im Jahr 2021".

Konkret erzielte das Unternehmen auf vergleichbarer Basis einen Umsatz von 897,1 Millionen Euro. Der Umsatz in den Shoppingzentren verbesserte sich um 28,7 Prozent auf 733,3 Millionen Euro, wobei die Brutto-Mieteinnahmen mit 622,4 Millionen Euro einen Sprung um 31,7 Prozent vollzogen.

Der Konzern verzeichnete eine "nachhaltige Vermietungstätigkeit". Im Berichtszeitraum wurden 521 Verträge abgeschlossen, was 4 Prozent über dem Wert von 2019 liegt. Der Anteil langfristiger Mietverträge erhöhte sich auf 60 Prozent.

Das Portfolio in den USA werde weiter gestrafft, so verkaufte der Konzern des Promenade Mall-Grundstücks mit einem Aufpreis von 60 Prozent auf die letzte Bewertung. Und das Veräußerungsprogramm in Europa schritt mit dem Verkauf von Solna Centrum, einem 45 Prozent-Anteil am Westfield Carré Sénart und einer Vereinbarung für den Verkauf von Gera Arcaden weiter fort.

CEO Jean-Marie Tritant sagte: “Unser Portfolio an Flagship-Destinationen in den wohlhabendsten Städten und Einzugsgebieten entwickelte sich im ersten Quartal gut, was von der anhaltenden Stärke der Erholung zeugt. Die bedeutende Rolle, die unsere Zentren in der Omnichannel-Strategie führender Marken spielen, wurde durch die starke Vermietungsleistung hervorgehoben".

Wie bereits erwähnt, näherte sich der Umsatz den Werten von 2019 und der Märzwert (95 Prozent des Vorkrisenniveau) steigt durch den Ausschluss zentraler Geschäftsviertel, die noch immer unter den Homeoffice-Bestimmungen litten, gar auf 97 Prozent.

Durch "produktivere Besuche" entwickelte sich der Umsatz stärker als die Besucherfrequenz, die im ersten Quartal rund 82 Prozent des Wertes von 2019 betrug. Im März verbesserte sich der Anteil auf 84 Prozent. Diejenigen Kunden, die sich in die Läden begaben, gaben somit deutlich mehr aus als zuvor.

In Europa war der Umsatz jedoch weiterhin von verschiedenen Einschränkungen betroffen und lag für das erste Quartal gemessen am Vorkrisenwert von 2019 bei 89 Prozent. Wird nur der letzte Monat betrachtet, so ergibt sich ein Anteil von 91 Prozent. Die Omikron-Welle führte im Berichtsquartal zu einem Lockdown in den Niederlanden und verschiedenen Einschränkungen in anderen Ländern, einschließlich Homeoffice-Empfehlung, Kapazitätsbeschränkungen und Einschränkungen für nicht Geimpfte und Maskenpflicht, was den Aufschwung verlangsamte.

Doch die Niederlande profitierten von der Lieferung des neuen Westfield Malls im März 2021. Die Ergebnisse für die nordischen Länder wurden aber durch die Veräußerung des Solna Centrums im Februar 2022 beeinträchtigt.

In Deutschland und Österreich, wo strengere Auflagen herrschten, litt der Umsatz stärker unter den Einschränkungen, während Mittel- und Nordeuropa mit 96 bzw. 93 Prozent des Vergleichswerts besser abschnitten.

In Großbritannien verbesserte sich das Ergebnis von 84 Prozent im vierten Quartal auf 89 Prozent im ersten Quartal des neuen Geschäftsjahrs.

Und in den USA lag der Umsatz weiterhin durchgehend über den Werten von 2019. Im ersten Quartal insgesamt ergab sich ein Anteil von 102 Prozent, im März von 104 Prozent. Diese gute Performance "bestätigt die positive Entwicklung von 2021".

In den USA verspürte der Konzern auch positive Devisenkursauswirkungen, die nur teilweise durch die Zwangsvollstreckung von Sarasota, Broward und Palm Desert und die verbleibenden Mietnachlässen im Flughafengeschäft gedämpft wurden.

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