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24.11.2009
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Hugo Boss registriert nur verhaltene Bestellungen

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DPA
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24.11.2009

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Modekonzern Hugo Boss rechnet bis weit ins kommende Jahr hinein mit einem schwachen Geschäft. "2009 ist kein Jahr, in dem man positiv gestimmte Händler erlebt hat, also sind die Bestellungen für das nächste Jahr noch verhalten", sagte Vorstandschef Claus-Dietrich Lars der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

Hugo Boss
Hugo Boss

Das Jahr 2010 werde noch einmal "herausfordernd", wobei er in der zweiten Hälfte mit einer Besserung rechnet. Festlegen will er sich aber nicht: "Es kann von einer flachen Entwicklung bis hin zu einer leichten Verbesserung gehen."

Boss hatte im dritten Quartal schwach abgeschnitten. Den Konsumenten sitzt das Geld nicht mehr so locker, und so bleiben die schnittigen Anzüge des Edelschneiders, Schuhe oder Accessoires in den Lagern liegen. Vor allem in Osteuropa läuft das Geschäft schlecht. Das Metzinger Unternehmen musste sogar Lieferungen stoppen, weil Großkunden ihre Rechnungen nicht mehr bezahlen konnten. Sein Renditeziel musste der Konzern aufgeben.

US-WERK IN GEFAHR

Lahrs kämpft mit Einsparungen gegen die Auswirkungen der Krise. So hat er die Verträge mit Zulieferern nachverhandelt. Dadurch habe Hugo Boss 25 Millionen Euro eingespart, sagte der Konzernchef. Auch die Produktion schaut sich Lahrs an. Auf dem Prüfstand steht das Werk im US-Bundesstaat Cleveland mit seinen 350 Mitarbeitern. "In der Region ist nur noch wenig textiles Knowhow vorhanden. Innovationen am Produkt lassen sich deshalb nicht einfach umsetzen." Boss verhandelt über ein Paket aus Lohnsenkung und Weiterbildung. Sollte das nicht fruchten, soll die Fabrik Ende April 2010 geschlossen werden.

Bei der Dividende will sich das Unternehmen mäßigen. "Was wir in Zukunft ausschütten, wird sich am Konzernergebnis orientieren und wird nicht kreditfinanziert sein", kündigte Lahrs an. Darüber seien sich Vorstand und Aufsichtsrat einig. Im vergangenen Jahr hatte der Großaktionär und Finanzinvestor Permira eine hohe Sonderausschüttung durchgesetzt. Dagegen waren der Betriebsrat und Kleinaktionäre Sturm gelaufen. Dieses Jahr hatte Boss die Dividende bereits gesenkt.

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