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13.03.2014
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Hugo Boss will stärker wachsen als die Konkurrenz

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DPA
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13.03.2014

Der Modekonzern Hugo Boss will im laufenden Jahr einen Zahn zulegen. "Ich bin zuversichtlich, dass wir unser Wachstumstempo gegenüber dem Vorjahr noch erhöhen können", sagte Vorstandschef Claus-Dietrich Lahrs mit Blick auf 2014. Dabei wolle sein Unternehmen stärker wachsen als die Wettbewerber. Die Hoffnungen ruhen auf dem Erfolg der eigenen Läden, aber auch auf reiselustigen Chinesen, die beispielsweise ihren Europa- oder USA-Urlaub mit einem Shopping-Trip bei Hugo Boss verbinden.

Hugo Boss Herbst/Winter 2014/15 (Foto: PixelFormula)


Der Konzern peilt im laufenden Jahr ein Wachstum im hohen einstelligen Prozentbereich an, sowohl beim währungsbereinigten Umsatz als auch beim operativen Ergebnis (Ebitda) ohne Sondereffekten.

Zweistellig zulegen soll der eigene Einzelhandel. 2014 will Hugo Boss 50 neue Filialen eröffnen und weitere Handelsflächen übernehmen, die bislang von Handelspartnern betrieben wurden. Der Großteil der Investitionen von 110 bis 130 Millionen Euro soll in Neueröffnungen und Renovierungen fließen. Im vergangen Jahr hatte Hugo Boss noch deutlich mehr Geld in die Hand genommen, dies allerdings auch, weil der Konzern ein neues Liegewaren-Lager baute.

Dennoch halbierte Hugo Boss seine Schulden und steigerte den Gewinn. Unter dem Strich erzielte das MDax-Unternehmen 329 Millionen Euro, und damit 7 Prozent mehr als im Vorjahr. In der gleichen Größenordnung soll nun auch die Dividende steigen, die Hugo Boss für 2013 zahlen will. Nach 3,12 Euro im Vorjahr soll nun 3,34 Euro an die Anteilseigner gehen. Hugo Boss schüttet damit 70 Prozent seines Gewinns aus. Größter Profiteur ist der Investor Permira, der über die Hälfte der Aktien hält. Analysten hatten im Schnitt aber mit einer höheren Dividende gerechnet.

Über die Umsatz- und die operative Entwicklung hatte Hugo Boss bereits im Februar berichtet. 2013 legten die Erlöse um 4 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro zu, wobei der starke Euro im Vergleich zu anderen Währungen bremste. Das operative Ergebnis verbesserte sich um 7 Prozent auf 565 Millionen Euro. Neben dem lukrativen Einzelhandelsgeschäft machte sich auch bezahlt, das Hugo Boss geringere Preisnachlässe gewähren musste als noch im Jahr zuvor. Am deutlichsten zulegen konnte der Konzern in Europa. In Frankreich und Großbritannien wuchs er zweistellig.

Bis 2015 wollen die Metzinger den Umsatz auf 3 Milliarden Euro treiben. Die operative Marge, die 2013 bei 23,2 Prozent lag soll mittelfristig auf 25 Prozent steigen.

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