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13.02.2013
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Levi Strauss leidet unter dem Verzicht auf Denizen

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13.02.2013

Ungeachtet der Umstrukturierungsmaßnahmen innerhalb der Levi Strauss & Co. Gruppe war das Geschäftsjahr 2012 des amerikanischen Denim-Riesen im Vergleich zum Vorjahr nur geringfügig schwächer. Der Jahresumsatz beläuft sich auf 4,61 Milliarden Dollar (3,45 Milliarden Euro) bei einem stabilen Betriebsergebnis von 334 Millionen.

Denizen wurde von den asiatischen Märkten genommen und ist nun via Target exklusiv für den amerikanischen Markt vorgesehen. Visual Denizen.


„Wir mussten 2012 schwierige Entscheidungen treffen und bedeutende Veränderungen durchführen, um das Unternehmen wieder profitabel zu machen“, so Chip Berg, CEO der Gruppe in einer Pressemitteilung. „Wir haben unser Direktorium fast durchgehend erneuert, unsere Strategie überarbeitet und neue Organisationsmodelle für eine bessere Marktpräsenz erarbeitet. Heute konzentrieren wir uns auf das Management unserer profitbringenden Kernaktivität, indem wir außerhalb unseres „Core“-Geschäfts ein ausgeglicheneres Portfolio zusammenstellen. Dazu müssen wir einer der besten Retailer werden und unsere Kostenstrukturen wettbewerbsfähiger gestalten.“
Im Hinblick auf die Ertragsfähigkeit des letzten Geschäftsjahres, das im November 2012 zu Ende ging, muss berücksichtigt werden, dass die amerikanische Gruppe unerwartet vom Bundesstaat Kalifornien Hilfe erhalten hat, der dem Unternehmen wegen eines Steuerfehlers von 1986 bis 2004 27 Millionen Dollar zurückgezahlt hat. Fazit: Die Gruppe verzeichnet ein Nettoergebnis von 144 Millionen im Vergleich zu 138 Millionen im Vorjahr.

Die Entscheidung, Denizen auf dem asiatischen Markt einzustellen, hatte aber insgesamt einen negativen Einfluss auf die Margen der Gruppe. Der Bruttogewinn von Levi Strauss & Co. ist von 2,3 Milliarden in 2011 auf 2,199 Milliarden in 2012 eingebrochen. Obwohl der Umsatz weltweit mit 1,3 Milliarden stabil blieb, führten die Verlangsamung der Handelsaktivität und der Rückzug von Denizen im letzten Quartal im asiatisch-pazifischen Raum zu einem Umsatzrückgang um 20 % auf 186 Millionen. In Amerika stieg der Umsatz um 1 % auf 818 Millionen, trotz rückläufigen Großhandels und Abschluss eines Lizenzvertrages der Marke Levi's brand boys im dritten Quartal. In Europa legt der Umsatz vor Wechselkursbereinigung mit 2 % leicht zu, was vor allem auf die guten Ergebnisse beim Verkauf von Womenswear zurückzuführen ist. Wechselkursbereinigt ist der Umsatz aber um 4 % auf 294 Millionen gesunken.

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