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16.06.2009
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Swatch rechnet weiterhin mit stabilem Umsatz

Von
Reuters
Veröffentlicht am
16.06.2009

Zürich (Reuters) - Der weltgrößte Uhrenhersteller Swatch geht dank der anhaltenden Nachfrage nach Uhren aus dem mittleren und günstigen Preissegment weiterhin davon aus, den Umsatz im laufenden Jahr stabil halten zu können.


Omega in New York

"Der ganz teure Luxus leidet bestimmt am meisten, aber wir haben eine sehr starke Position bei Omega, Longines, Tissot und Swatch", sagte Firmenchef Nick Hayek am Montag zu Reuters.

An der Prognose, gemessen in Lokalwährungen auf den gleichen Umsatz zu kommen wie 2008, wollte Hayek daher nicht rütteln. "Wir haben immer noch diese Zielsetzung, weil wir sehen, dass die Monate Mai und Juni wirklich eine Verbesserung gebracht haben", sagte er. Dies gelte auch für das Luxussegment des Konzerns.

Im erste Halbjahr werde Swatch allerdings unter den Werten des entsprechenden Vorjahreszeitraums bleiben. "Aber unsere Zahlen werden besser sein als die der Exportindustrie", sagte Hayek.

Die Schweizer Uhrenexporte befinden sich seit Monaten auf dem Rückzug und waren im April um über ein Viertel eingebrochen. Der vor allem für seine bunten Plastikuhren bekannte Swatch-Konzern hat in seinem Portfolio auch Luxusmarken wie "Breguet" und "Blancpain".

Der Weltmarktführer bestätigte einen Zeitungsbericht, dass beim Uhrzeigerhersteller Universo ab September 280 der insgesamt 350 Beschäftigten kurzarbeiten werden und die Belegschaft drei Wochen Zwangsferien nehmen muss. "Universo macht über 50 Prozent des Umsatzes mit Dritten", sagte Hayek, "Wir haben so viele Annullierungen von Dritten bekommen, dass wir dies nicht mehr ganz auffangen können und kurzfristig Kurzarbeit einführen müssen." Kunde von Unversio ist unter anderem der zum Luxusgüterkonzern Richemont gehörende Schmuck- und Uhrenhersteller "Cartier".

Ob weitere Swatch-Bereich Kurzarbeit einführen müssen, sei schwierig abzuschätzen, sagte Hayek weiter. "Wir wissen es nicht. Wir haben natürlich in vielen Bereichen Firmen, die die gesamte Uhrenindustrie beliefern. Wir schauen uns das von Fall zu Fall an. Im Moment reden wir aber nur von Kurzarbeit, nicht von Entlassungen."

Swatch-Inhaberaktien notierten am frühen Nachmittag um gut ein Prozent schwächer bei 178 Franken und entwickelte sich damit parallel zum europäischen Konsumgüterindex. Swatch hat sich dieses Jahr mit einem Plus von rund einem Viertel deutlich besser entwickelt als der Sektor oder auch Konkurrent Richemont.

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